Obama glaube, dass die Lage in Pakistan und Afghanistan für Europa und die USA derzeit die größte Gefahr darstelle. "Die USA müssen mehr Ressourcen und Truppen schicken – aber die Nato sollte das auch tun. Und deren Truppen sollten nicht durch Beschränkungen gehemmt werden, wo und wie sie eingesetzt werden dürfen", so die Beraterin.
Rice hob den neuen Ansatz Obamas in den transatlantischen Beziehungen hervor. "Obama will Europa nicht in 'alt' oder 'neu' spalten", so Rice. "Er hält es für kontraproduktiv, Russland aus der G8 schmeißen zu wollen – wie es John McCain vorschlägt. Obama weiß, dass die Welt sich nicht einfach in Gut gegen Böse aufteilen lässt. Und ihm ist klar, dass wir die globalen Herausforderungen nur effektiv lösen können, wenn wir im 21. Jahrhundert Bündnisse haben, die funktionieren." Gleichzeitig plädierte sie aber für mehr Engagement auf beiden Seiten des Atlantiks. "Wir dürfen uns nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Jede Seite muss in einer echten Partnerschaft ihre jeweilige Verantwortung ernst nehmen – ob es um den Klimaschutz geht, den Stopp von Irans Nuklearprogramm oder die Verteidigung Afghanistans gegen al-Qaida und die Taliban."
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