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USA Soldaten schliefen bei Bewachung von Atombomben-Codes ein

Peinlicher Vorfall auf einem US-Stützpunkt in North Dakota: Drei Soldaten sind während der Dienstzeit eingeschlafen - ausgerechnet bei der Bewachung von Geheimcodes für Atomraketen. Die Männer müssen nun mit drastischen Strafen rechnen.

Washington - Drei schliefen, einer war fort - eine Katastrophe nach den Bestimmungen der US-Luftwaffe: Bei der Bewachung von geheimen Codes ist es in einem Raketensilo nahe dem Stützpunkt Minot in North Dakota zu einem peinlichen Zwischenfall gekommen. Die vierköpfige Crew hätte eigentlich auf die hochsensible Zahlenkombinationen aufpassen sollen, doch nur einer der Soldaten schaffte es, gegen die Müdigkeit anzukämpfen - aber er blieb nicht bei seinen Kollegen. Mindestens zwei allerdings hätten wach bleiben müssen, um die Codes auf dem Rücktransport vom Silo zum Stützpunkt zu bewachen.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN war ein Bauteil aus einer Rakete entnommen worden, das zur Kommunikation zwischen dem Kontrollzentrum und der Rakete benutzt wird, während diese sich noch im Silo befindet. In dem Bauteil sind laut CNN auch Abschusscodes enthalten, die in diesem Fall allerdings abgelaufen waren.

Das ausgebaute Teil wurde in einer gesicherten Box verstaut, die die vier Soldaten bewachen sollten. Und auch wenn die Codes nicht mehr zu gebrauchen waren - laut Vorschrift gilt auch der alte Code als geheim, bis er endgültig zur Verwahrung auf dem Stützpunkt eintrifft.

Die Panne flog nur durch einen Zufall auf - weil einer der Soldaten ein schlechtes Gewissen bekam und das Missgeschick seinen Vorgesetzten beichtete. Brisant ist der Vorfall, der sich - wie am Freitag bekannt wurde - bereits am 12. Juli ereignete, vor allem deswegen, weil es die vierte Panne im Zusammenhang mit US-Atomwaffen ist.

Der Vorfall wurde von der Luftwaffe als äußerst peinlich eingestuft. Die Streitkräfte und die Nationale Sicherheitsbehörde lassen den Vorfall überprüfen. Den Soldaten drohen nun drastische Sanktionen.

fat/ffr/Reuters/AP/AFP

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