Berlin - John McCain ist frustriert: Während sein Konkurrent Barack Obama mit seiner Auslandsreise die großen Tageszeitungen und die TV-Nachrichten füllt, kommt er so gut wie nicht mehr vor. Eine Umfrage des - allerdings konservativen und damit McCain-nahen - Senders Fox News könnte den Republikaner nun wieder etwas gelassener nach vorne blicken lassen.
Der Erhebung zufolge spiegelt die ausführliche Berichterstattung über die Reise des US-Demokraten keinen Sympathieschub für Barack Obama wieder. Im Gegenteil: Obama liegt nur noch hauchdünn vor John McCain. Laut Fox News würden landesweit 41 Prozent für Obama stimmen, 40 Prozent dagegen für McCain. Im Vormonat lag der demokratische Bewerber noch bei 45, McCain bei 41 Prozent. Die Fehlerquote wurde mit drei Prozentpunkten angegeben.
Die Zustimmungsquoten berücksichtigen allerdings noch nicht die Berlin-Visite Obamas mit seiner Rede an der Siegessäule vom Donnerstagabend. Das beauftragte Umfrageinstitut befragte am 22. und 23. Juli insgesamt 900 registrierte Wähler. In dieser Zeit war Obama gerade in Jordanien, Israel und den Palästinensergebieten unterwegs. Zuvor hatte er Afghanistan und den Irak besucht.
Auch unter den sogenannten "independent voters", also jenen ohne feste Parteibindung, liegen McCain und Obama Kopf an Kopf: Der Republikaner kommt hier laut Fox auf 32 Prozent, der Demokrat auf 34, genauso viele seien unentschieden. Unter den eigenen Parteianhängern hat McCain angeblich mehr Rückhalt: 86 Prozent der Republikaner unterstützen demnach ihren Mann, Obamas Quote in den eigenen Reihen läge bei 75 Prozent.
phw
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