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Kampf gegen den Terror USA und Irak starten Großangriff auf al-Qaida

Irakische und US-Truppen nehmen eine Hochburg des Terrornetzwerks al-Qaida nahe Bagdad ins Visier: Mit einer Großoffensive wollen sie die Extremisten aus der Provinz Dijala vertreiben. In der Hauptstadt versammeln sich Hunderttausende Pilger - die Furcht vor Anschlägen ist groß.

Bagdad - Irakische und US-Streitkräfte haben am heutigen Dienstag in der Unruheprovinz Dijala nordöstlich von Bagdad eine Großoffensive begonnen. Ziel der Militäraktion sei, al-Qaida im Irak aus ihrer letzten Hochburg in der Nähe der Hauptstadt zu vertreiben, erklärte der irakische General Ali Ghaidan. Ein irakischer Armeevertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Wir haben Luftangriffe in mehreren Stadtteilen von Bakuba gestartet."

Irakische Polizisten in Bagdad: Großalarm am Feiertag
DPA

Irakische Polizisten in Bagdad: Großalarm am Feiertag

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, die Provinzverwaltung habe bis auf weiteres eine Ausgangssperre verhängt. Die Truppen errichteten in der gesamten Provinz neue Kontrollpunkte und durchsuchten Gebäude in der Provinzhauptstadt Bakuba und Umgebung. Viele Anwohner sagten, sie hätten Angst, ihre Häuser zu verlassen.

Auch die US-Streitkräfte bestätigten den Beginn der Offensive, jedoch, dass diese primär von den Irakern geführt werde. Der Aktion gingen bereits mehrere Versuche voraus, die weitgehend ländliche Region unter Kontrolle zu bringen. In den vergangenen zwölf Monaten hatte es hier zahlreiche Terroranschläge gegeben. Wie in anderen Provinzen setzt die US-Armee auch in Dijala auf Bürgerwehren, die gegen al-Qaida kämpfen sollen. Sehr erfolgreich war diese Strategie in der Provinz allerdings bisher nicht.

Diesmal äußerten sich Kommandeure optimistisch über einen Erfolg, da mehr Soldaten beteiligt seien und die irakischen Sicherheitskräfte besser vorbereitet seien.

Rund 30.000 Männer seien aus verschiedenen Landesteilen nach Dijala beordert worden. Ursprünglich hatte die irakische Armee den großangelegten Einsatz gegen Extremisten in der Region für den 1. August geplant, wie aus Militärkreisen verlautete.

In Bagdad versammelten sich am Dienstag zum Gedenken an einen Heiligen Hunderttausende schiitische Pilger. Die Gläubigen strömten unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen zu einem Schrein im Norden der Stadt, um den Todestag des im Jahr 799 ermordeten Imam Mussa al-Kadhem zu begehen. Die Behörden erließen ein Fahrverbot für die ganze Stadt.

Am gestrigen Montag waren bei Anschlägen auf Pilger Dutzende Menschen getötet und über hundert verletzt worden. Nach Militärangaben wurden 100.000 irakische Sicherheitskräfte zum Schutz der Pilger abgestellt. Sie sollen von US-Soldaten unterstützt werden.

phw/AFP/AP/dpa

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