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01.08.2008
 

US-Wahlkampf

McCain wirft Obama falsches Spiel mit Hautfarbe vor

John McCain startet eine neue Attacke gegen Barack Obama: Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner wirft seinem Rivalen vor, die Hautfarbe zum Wahlkampfthema zu machen. Das Team des Demokraten weist die Vorwürfe zurück.

Washington - Ein Wahlkampfauftritt von Barack Obama im US-Bundesstaat Missouri erregt das Lager seines Rivalen John McCain. Rick Davis, ein Sprecher des Republikaners, warf dem demokratischen Konkurrenten vor, er spiele die "Rassenkarte".

McCain: Streit über die "Rassenkarte"
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AP

McCain: Streit über die "Rassenkarte"

Davis bezog sich nach Angaben der "New York Times" auf Äußerungen Obamas während einer Kundgebung in Springfield, in denen sich dieser gegen persönliche Angriffe zur Wehr setzte. "Sie (die Republikaner) wollen euch Angst vor mir einjagen", hatte Obama gesagt. Dies geschehe nach dem Motto: "Er ist nicht patriotisch genug, weil er einen komischen Namen hat. Er sieht nicht so aus wie all die Präsidenten, deren Gesicht auf Dollarscheinen abgebildet ist. Er ist ein Risiko."

"Barack Obama spielt die Rassenkarte aus", kritisierte McCains Wahlkampfmanager. "Das ist spalterisch, negativ, beschämend und falsch."

"Schmalspurpolitik statt der wahren Themen"

Bill Burton, ein Sprecher von Obamas Wahlkampfteam, wies den Vorwurf zurück und bezichtigte das Lager von McCain, statt wichtiger Sachthemen persönliche Angriffe in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen.

"Hier geht es um große Herausforderungen: eine schwächelnde Wirtschaft, eine kaputte Außenpolitik und eine Energiekrise für alle außer den Ölgesellschaften", sagte Burton. "Obama glaubt keinesfalls, dass die McCain-Kampagne Rasse als Thema benutzt, aber er glaubt sehr wohl, dass sie die alte Schmalspurpolitik benutzen, um die Wähler von den wahren Themen des Wahlkampfes abzulenken."

McCain verteidigte die Äußerungen seines Wahlkampfmanagers. "Im Wahlkampf ist kein Platz für so etwas", sagte er mit Blick auf Obamas Äußerungen dem Nachrichtensender CNN.

Dass er sich als Opfer von Rassismus fühle, hatte Obama, der als erster schwarzer Spitzenkandidat einer großen US-Partei antritt, in der Ansprache allerdings nicht ausdrücklich gesagt.

Obamas Lager richtet sich auf weitere ähnliche Attacken von Seiten McCains ein. "Wir glauben, dass der Ton des Wahlkampfes sich nicht mehr ändern wird", sagte Obamas Wahlkampfmanager David Plouffe. "Das ist, was er den Wählern zu bieten hat, immer bösere, persönliche Angriffe auf den Charakter, während die Menschen da draußen jeden Tag zu kämpfen haben."

als/AFP

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