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11.08.2008
 

Bundeswehr in Georgien

Uno-Offiziere verlassen Außenposten

Deutsche Offiziere im Dienste der Uno sollen über den Frieden auf dem Kaukasus wachen. Nun sind sie mitten im kriegerischen Konflikt. Ihre Außenposten haben sie bereits verlassen, an eine Evakuierung ist aber nicht gedacht.

Berlin - Am Montagmorgen war im Auswärtigen Amt ein Schreiben des früheren parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Willy Wimmer, eingegangen. Darin fragte der CDU-Außenpolitiker, was eigentlich mit den deutschen Uno-Beobachtern in Georgien sei. "Seit dem Ausbruch des 'Olympiakrieges' nach einer georgischen Großoffensive gegen Südossetien hat man nichts über das Schicksal der in dieser Region eingesetzten Angehörigen der Bundeswehr gehört", so Wimmer in seinem Brief an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Am Nachmittag teilte schließlich das Einsatzführungskommando in Potsdam auf Anfrage der Agentur ddp mit: Die deutschen Offiziere bei der Uno-Beobachtermission in Georgien seien bei dem Konflikt im Kaukasus nicht in Gefahr. Die drei Offiziere, drei Militärärzte und sechs Sanitätsfeldwebel hätten sich von ihren Außenposten in ihre Quartiere zurückgezogen. Ihre Evakuierung sei nicht geplant, so ein Sprecher des Einsatzführungskommandos heute.

Zu der Uno-Abordnung gehören auch drei deutsche Polizisten. Die Bundeswehrsoldaten sind in der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien zur sanitätsdienstlichen Versorgung der Uno-Militärbeobachter eingesetzt.

Die deutschen Offiziere und Unteroffiziere gehören zu den rund 300 internationalen Unomig-Kräften, die die Durchsetzung des Waffenstillstandsabkommens vom 14. Mai 1994 zwischen Georgien und der abchasischen Regierung sicherstellen sollen. Die Sicherheit der deutschen Soldaten sei gewährleistet, hieß es.

sev/ddp

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