Rom - Nach dem ägyptischen Tourismusministerium hat inzwischen auch das Auswärtige Amt (AA) den Entführungsfall bestätigt. Demnach ist eine Gruppe von Touristen verschleppt worden, darunter fünf Deutsche und fünf Italiener. Zudem sollen ein Rumäne und vier Ägypter zu der Gruppe gehören. Zuvor hatte bereits das italienische Außenministerium bestätigt, dass die Italiener entführt worden sind.
Assuan am Nil: Beliebtes Ziel für Ägypten-Touristen
Das Auswärtige Amt in Berlin hat bereits einen Krisenstab eingerichtet."Wir müssen von einer Verschleppung der Deutschen ausgehen", hieß es aus dem Ministerium. Der Ablauf der Entführung ist bisher unklar - auch, wann sie begonnen hat. "Seit vergangenen Freitag wird in Südwest-Ägypten eine Touristengruppe vermisst, zu der auch fünf deutsche Staatsangehörige gehören", sagte ein AA-Sprecher in Berlin. In Kairo hieß es dagegen, die Kidnapper hätten am Sonntag zugeschlagen.
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der ägyptischen Hauptstadt lauerten mehrere bewaffnete Männer mit Gesichtsmasken am Sonntagabend südwestlich der Stadt Assuan einem Reisebus auf, in dem sich die Gruppe befand. Die Urlauber sollen zu einer Wüstentour im Grenzgebiet zum Sudan und nach Libyen unterwegs gewesen sein. Laut der Agentur AP sollen sie gerade dabei gewesen sein, ihr Camp für die Nacht aufzubauen. Einer der Italiener habe noch seine Frau anrufen können.
Assuan liegt am Nil, rund 700 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo. In Oberägypten dürfen Touristenbusse normalerweise nur in Begleitung der Polizei fahren . Zwischen Luxor, Assuan, dem Roten Meer und Abu Simbel verkehren täglich Touristenkonvois, die von Polizeifahrzeugen eskortiert werden.
Das ägyptische Regierungsmitglied Ahmed al-Maghrabi sagte am Montag nach Angaben des Nachrichtensenders al-Dschasira, es liefen bereits Verhandlungen mit den Entführern. Tourismusminister Suheir Garana führe die Gespräche. Die Kidnapper sollen Lösegeld gefordert haben. Verschiedenen Angaben zufolge zwischen 800.000 Euro und 15 Millionen Dollar.
Die italienische Agentur Ansa berichtet, die fünf Italiener stammten aus der Gegend um Turin und seien zwischen 49 und 71 Jahre alt. Magdi Rady, Sprecher des ägyptischen Premierministers, sagte dem US-Sender CNN, bei den vier ägyptischen Geiseln handele es sich um den Chef des ägyptischen Touranbieters, zwei Angestellte sowie einen Sicherheitsbeamten, der zum Schutz der Gruppe abgestellt war. Laut der Nachrichtenagentur dpa sind aber möglicherweise sogar acht Ägypter unter den Entführten. Über die Deutschen Geiseln gibt es bisher keine näheren Angaben. Nach Radys Angaben waren die Touristen in der vergangenen Woche in Dakhla in der von Marokko kontrollierten Westsahara zu ihrer Safari aufgebrochen.
Ob es sich bei den Entführern um Extremisten oder gewöhnliche Kriminelle handelt, ist bisher unklar. Ein Sprecher der ägyptischen Sicherheitskräfte betonte allerdings, die Entführer seien Kriminelle und "keine Terroristen".
Die Entführung ist die erste ausländischer Touristen in Ägypten seit Jahrzehnten; allerdings haben militante Islamisten in den vergangenen Jahren wiederholt Bombenanschläge verübt und der Tourismusindustrie erheblichen Schaden zugefügt. Zuletzt waren Anschläge auf Touristen im Nil-Tal selten. Dagegen wurden auf der zu Ägypten gehörenden Halbinsel Sinai zwischen 2004 und 2006 mehrere Bombenanschläge auf touristische Ziele verübt, wofür die Regierung radikal-islamische Beduinen verantwortlich machte.
flo/ler/Reuters/dpa/AP
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Ich danke Ihnen auch und ich höffe herzlich, dass die Leute aller Welt die zwei Prinzipien ,die Sie nennen , Toleranz und Respekt verstehen und in der Praxis angewandt.Dann kann der Welt zum gerechten umfassender Frieden sehr [...] mehr...
Da sag ich mal schuld selber was fahren die Leute auch dahin die wissen es doch vorher oder?? Sind doch alle sooo ge- bildet..... Also naechstesmal besser Sauerland oder Bad Hersfeld buchen da gibt es auch den [...] mehr...
Deutscher Michel, schläfst Du? Da sollte doch ein Aufschrei des Entsetzens durch die deutsche Bevölkerung gehen. Jetzt sollen sich deutsche Geschäftsleute auch noch gegen Lösegelderpressungen versichern können. Die [...] mehr...
Frage mich wozu wir uns ein teures KSK leisten ...aber dann nicht einsetzen...wir sollten uns wirklich ein Beispiel an unseren französischen Nachbarn nehmen! mehr...
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