Montag, 23. November 2009

Politik



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
  • Merken
28.09.2008
 

Datenpanne in Großbritannien

Diebe klauen Personaldaten von britischem Militärgelände

Noch ein peinliches Datenleck in einer britischen Behörde: Irgendjemand hat drei USB-Sticks mit vertraulichen Personaldaten mehrerer tausend britischer Soldaten geklaut - von einer gesicherten Armee-Basis.

Hamburg - Ein hoher Zaun rund um das Gelände ist deutlich auf Satellitenbildern des britischen Armee-Stützpunktes Innsworth in Gloucestershire zu sehen. Die britische Luftwaffe hat den Stützpunkt genutzt, seit ein paar Monaten sitzt hier nun die Personalverwaltung der Armee. Und ausgerechnet von diesem gut gesicherten Stützpunkt sind Datenträger mit vertraulichen Daten verschwunden.

Daten mögen Nullen und Einsen sein, in den falschen Händen sind sie Waffen: Immer wieder verlieren Behörden brisante Datensätze
Zur Großansicht
CORBIS

Daten mögen Nullen und Einsen sein, in den falschen Händen sind sie Waffen: Immer wieder verlieren Behörden brisante Datensätze

Drei USB-Sticks vermisst die Armee, wie mehrere britische Tageszeitungen berichten. Laut "Daily Mail" sollen auf den Datenträgern Informationen aus den Personakten von bis zu 50.000 pensionierten und aktiven Soldaten gespeichert sein. Welche Informationen die Dateien genau enthalten und ob sie verschlüsselt sind, hat das Verteidigungsministerium nicht öffentlich gemacht.

Man nehme den Vorfall "sehr ernst", kommentiert ein Ministeriumssprecher die Vorgänge gegenüber der "Times". Man nehme an, die Datenträger seien gestohlen worden, die Militärpolizei und die lokalen Behörden würden ermitteln, daher könne man sich nicht weiter äußern.


Größere Kartenansicht

In den vergangenen Monaten haben sich britische Behörden mehrere gravierende Datenpannen geleistet (siehe Kasten unten). Der Sprecher Nick Harvey der oppositionellen Liberaldemokratischen Partei nannte den Diebstahl der USB-Sticks in der "Times" dann auch "den neusten Fall in einer scheinbar endlosen Kette."

DATENPANNEN: SO SCHLAMPEN BRITISCHE BEHÖRDEN

Anfang September musste das Justizministerium zugeben, eine Festplatte mit Daten von rund 5000 Gefängnisbeamten und Verwaltungsangestellten der Justizbehörden verloren zu haben. Der Datenträger sei bereits im Juli 2007 verschwunden, das Ministerium sei aber erst jetzt informiert worden. Auf der Festplatte sind unter anderem einige persönliche Details wie Namen, Geburtsdaten und Versicherungsnummern der Justizbeamten gespeichert gewesen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Auch befanden sich Finanzinformationen wie Rechnungen von Dienstleistern der Haftanstalten auf dem Datenträger. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)

lis

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH












Service von SPIEGEL-ONLINE-Partnern