Hamburg - Ein hoher Zaun rund um das Gelände ist deutlich auf Satellitenbildern des britischen Armee-Stützpunktes Innsworth in Gloucestershire zu sehen. Die britische Luftwaffe hat den Stützpunkt genutzt, seit ein paar Monaten sitzt hier nun die Personalverwaltung der Armee. Und ausgerechnet von diesem gut gesicherten Stützpunkt sind Datenträger mit vertraulichen Daten verschwunden.
Drei USB-Sticks vermisst die Armee, wie mehrere britische Tageszeitungen berichten. Laut "Daily Mail" sollen auf den Datenträgern Informationen aus den Personakten von bis zu 50.000 pensionierten und aktiven Soldaten gespeichert sein. Welche Informationen die Dateien genau enthalten und ob sie verschlüsselt sind, hat das Verteidigungsministerium nicht öffentlich gemacht.
Man nehme den Vorfall "sehr ernst", kommentiert ein Ministeriumssprecher die Vorgänge gegenüber der "Times". Man nehme an, die Datenträger seien gestohlen worden, die Militärpolizei und die lokalen Behörden würden ermitteln, daher könne man sich nicht weiter äußern.
In den vergangenen Monaten haben sich britische Behörden mehrere gravierende Datenpannen geleistet (siehe Kasten unten). Der Sprecher Nick Harvey der oppositionellen Liberaldemokratischen Partei nannte den Diebstahl der USB-Sticks in der "Times" dann auch "den neusten Fall in einer scheinbar endlosen Kette."
lis
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