Wenn die Finanzindustrie das Herz der Weltwirtschaft ist, dann erleben wir gerade ein Herzflimmern.
Besserung ist versprochen, aber bisher nicht zu verspüren. Im Gegenteil: Banken misstrauen nun auch Banken, weshalb in den Arterien der Weltwirtschaft das Blut stockt.
Die amerikanische Regierung will zur Verdünnung 700 Milliarden Dollar in den Kreislauf pumpen. Der Infarkt kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Wir stehen mutmaßlich am Beginn einer weltweiten Tragödie, nicht an deren Ende.
In dieser Situation verhält sich die deutsche Regierung wie der Notarzt, der mit der Straßenbahn anreist. Der Finanzminister spricht von der amerikanischen Krise, bevor ihn die Meldung einer bevorstehenden Bankenpleite aus München aufschreckt. Die Bundeskanzlerin schweigt erst zu staatlichen Garantien für Spareinlagen, bevor sie eine Generalgarantie übernimmt. Ein europäisches Rettungspaket für die angeschlagenen Banken wird von ihr als überflüssig angesehen.
Man sehnt sich förmlich zurück nach den Zeiten, in denen wirtschafts- und finanzpolitisch kompetent regiert wurde. Unwillkürlich ertappt man sich bei der Frage: Was hätte beispielsweise der Bundeskanzler und Weltökonom Helmut Schmidt in einer solchen Lage getan?
Der Altkanzler ist - wie er uns in seinem neuesten Buch mitteilt - "Außer Dienst", und deshalb kann hier nur spekuliert werden. Kaum vorstellbar jedenfalls, dass er so passiv geblieben wäre, sein Verständnis von Führung sieht anders aus. Und so hätte er sein eigenes Programm aufgelegt, um die Krise zu meistern, einen kompromisslosen Neun-Punkte-Plan, der möglicherweise so ausgesehen hätte:
Bislang hat sich der Altkanzler mit öffentlichen Ratschlägen an seine Nach-Nach-Nachfolgerin zurückgehalten. Aber vielleicht sollte Helmut Schmidt diese Praxis nun überdenken.
Gilt nicht für Bundeskanzler, dass sie immer im Dienst sind?
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..... Vor allem werden solchen Basta-Krisen von den Basta-Chefs die Wege bereitet! rabenkrähe mehr...
Jeder führt sich soo, auf als ob er der einzige ist der de fakto Pleite ist. Bin ja gespannt wie lange es noch dauert bis es allen dämmert das die Menschheit als ganzes Pleite ist. Wer pleite ist braucht in irgend einer vorm [...] mehr...
Da wird von der Kanzlerin gefordert, eine europäische Lösung zu suchen, und gleichzeitig wird bemängelt, wenn sie es dem Europäischen Ratpräsidenten ueberläßt, Einladungen zum Krisengipfel auszusprechen. Europa heißt eben auch, [...] mehr...
ein sehr guter Artikel von Gabor Steingart. mehr...
Warum äußern Sie sich denn hier? Sie sind mir schon eine "Hilfskraft". Echt! mehr...
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