Washington - US-Präsident George W. Bush und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben am Mittwoch telefonisch über die weltweite Finanzkrise beraten. Bush habe die Kanzlerin angerufen, um die Maßnahmen seiner Regierung zur Stabilisierung der Finanzmärkte zu erläutern, teilte seine Sprecherin Dana Perino in einer schriftlichen Erklärung in Washington mit.
US-Präsident Bush, Kanzlerin Merkel: Krisentelefonat zur Lage der Märkte
Neben Merkel habe Bush außerdem noch mit Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva über die Krise beraten, hieß es in der Erklärung weiter.
Am Abend rief auch US-Finanzminister Henry Paulson die Industriestaaten zu einer besseren Zusammenarbeit in der Finanzkrise auf. "Die Regierungen müssen weiterhin eigene und gemeinsame Maßnahmen ergreifen, um die so dringend benötigte Liquidität zu gewährleisten", erklärte der Minister zwei Tage vor einem Treffen mit seinen G7-Kollegen.
Die G7-Industrieländer beraten derzeit über neue Spielregeln an den tief verunsicherten Finanzmärkten. Bei ihrem jährlichen Treffen am Freitag in Washington wollen die G7-Finanzminister und -Notenbankchefs unter anderem neue Bilanzierungsregeln erwägen, um den Banken weitere Milliardenabschreibungen zu ersparen. Ein Gipfeltreffen der Regierungschefs der größten Volkswirtschaften der Welt soll noch 2008 stattfinden.
amz/Reuters/AFP
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