Bidschu Daniel, 35, aus Thiruvananthapuram, Kerala, Indien: Denken Sie daran, dass Sie nicht nur auf das Leben der Amerikaner Einfluss haben - sondern auch auf meines.
Sunita Narain, indische Umweltschützerin, Demokratie-Aktivistin und Publizistin, Direktorin des Centre for Science and Environment in Neu-Delhi: Dem neuen US-Präsidenten wünsche ich, dass er alles anders macht als George W. Bush. Es ist ein gigantischer Berg an Arbeit, den der neue Präsident bewältigen muss. Wir stehen vor globalen Herausforderungen, und zwar in ökologischer und ökonomischer Hinsicht: Da ist der Klimawandel; die USA unter Bush haben sich bisher geweigert, einen substantiellen Beitrag zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes beizutragen. Da die Finanzmarktkrise, die zu einer Weltwirtschaftskrise zu werden droht - auch die hat ihre Ursachen in den USA. Es kann nicht sein, dass jetzt die Entwicklungs- und Schwellenländer ausbaden müssen, was reiche Länder, allen voran die USA, angerichtet haben. Die USA müssen gemeinsam mit der Welt die Frage beantworten, wie wirtschaftliches Wachstum gerecht stattfinden kann, denn eines ist klar: Wir müssen den Wachstumsbegriff neu definieren. Wie groß auch immer die Versprechen der Kandidaten im Wahlkampf waren - in einem Land wie den USA, das von Konzernen regiert wird und wo Wirtschaftsinteressen Priorität haben, dürfte es sehr schwierig werden, sie umzusetzen.
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