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13.11.2008
 

Weltfinanzgipfel

Bush warnt vor zu viel Staat

Reformen ja, aber nicht zu viel Regulierung: US-Präsident Bush hat vor dem Weltfinanzgipfel vor zu viel staatlichen Eingriffen gewarnt. Die Krise lasse sich nur durch nachhaltiges Wirtschaftswachstum überwinden - und ihre Ursachen lägen nicht im Versagen des Systems.

New York/Washington - Die Rede wird für Zündstoff sorgen: Der scheidende US-Präsident George W. Bush hat sich gegen zu starke staatliche Eingriffe ausgesprochen - und das einen Tag vor dem Weltfinanzgipfel in Washington.

US-Präsident Bush: "Kein Versagen der freien Marktwirtschaft"
REUTERS

US-Präsident Bush: "Kein Versagen der freien Marktwirtschaft"

Zwar sei eine Reform der Finanzmärkte nötig, doch dies allein helfe nicht weiter, wenn gleichzeitig wirtschaftliche Freiheiten beschnitten würden, so Bush in der vorab veröffentlichten Rede. "Die Krise beruht nicht auf einem Versagen der freien Marktwirtschaft", betonte er. "Und die Antwort kann nicht sein, dieses System neu zu erfinden."

Die langfristige Lösung der derzeitigen Probleme sei hingegen ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. "Und der sicherste Weg zu diesem Wachstum sind freie Märkte und freie Völker", sagte Bush. "Die Geschichte hat gezeigt, dass nicht zu wenig Eingriff der Regierung in die Märkte den Wohlstand bedroht - sondern zu viel."

Der Präsident sprach sich jedoch gleichzeitig dafür aus, dass auf dem Gipfel in Washington am Wochenende "breite Reformen zur langfristigen Stärkung der Weltwirtschaft" angestoßen werden. Der Finanzsektor müsse transparenter und die Märkte, Finanzunternehmen und ihre Produkte "vernünftig reguliert" werden, sagte Bush. Die Kooperation zwischen den internationalen Aufsichtsbehörden müsse gestärkt werden. Der Präsident rief darüber hinaus zu einer Reform von Internationalem Währungsfonds und Weltbank auf, um aufstrebenden Wirtschaftsmächten eine größere Mitsprache als bisher einzuräumen.

Bei dem Weltfinanzgipfel kommen von Freitagabend (Ortszeit) an die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) zusammen. Darüber hinaus sind die EU, die Uno, Spanien, die Niederlande, der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und das Forum für Finanzstabilität vertreten.

cht/AP/dpa

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