Samstag, 21. November 2009

Politik



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21.12.2008
 

Chaosnacht in Griechenland

Vermummte bewerfen Athener Polizei mit Molotow-Cocktails

Erneut schwere Ausschreitungen in Griechenland: Rund 150 Vermummte bewarfen im Zentrum Athens die Polizei mit Molotow-Cocktails, zündeten Streifenwagen und Mülltonnen an. Die Beamten setzten massiv Tränengas ein.

Athen - Die Ausschreitungen begannen an dem Ort, an dem vor zwei Wochen der 15 Jahre alte Alexandros Grigoropoulos von einer Polizeikugel getötet wurde - mitten im Zentrum Athens: Rund 150 Vermummte bewarfen in der Nacht zum Sonntag die Polizei mit Molotow-Cocktails und zündeten Mülltonnen an.

Zudem zündeten Unbekannte Brandsätze vor zwei Behördengebäuden. Es entstand erheblicher Sachschaden. Andere attackierten mit Brandflaschen den Parkplatz der Athener Polizeischule. Sieben Polizeiautos brannten aus. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein. Verletzt wurde niemand, wie das staatliche Fernsehen (NET) am Morgen berichtete.

Die Ausschreitungen begannen nach einer Mahnwache - dort, wo der 15 Jahre alte Alexandros Grigoropoulos vor zwei Wochen von einer Polizeikugel getötet wurde. Rund 150 Chaoten lösten sich aus der Mahnwache und zogen zur Technischen Universität. Von dort aus griffen sie die Polizei an. Die Ausschreitungen dauerten bis zum frühen Morgen.

Am zentralen Syntagmaplatz spielten sich vor dem künstlichen Weihnachtsbaum der Stadt absurde Szenen ab. Demonstranten warfen Müll auf den Baum und skandierten "Das haben eure Weihnachten verdient".

Die Bereitschaftspolizei bildete rund um den rund 18 Meter hohen Weihnachtsbaum einen Schutzgürtel. Den Beamten gelang es nur mit Hilfe von Tränengas, die rund 200 Demonstranten auseinanderzutreiben.

In ganz Griechenland haben Jugendliche Hunderte von Schulen und mehrere Universitäten besetzt. In Thessaloniki haben Demonstranten kurzzeitig eine Rundfunkstation und ein Kino besetzt.

In Hamburg hatte es am Samstag am Rande einer Demonstration gegen Polizeiwillkür in Griechenland ebenfalls gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Nach Polizeiangaben wurden mindestens vier Polizisten verletzt und zehn Demonstranten festgenommen.

jjc/Reuters/dpa/AFP

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