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22.12.2008
 

Attacke auf Bush

Schuhwerfer verklagt irakische Sicherheitsbeamte

Noch in diesem Jahr beginnt der Prozess gegen den Schuhwerfer von Bagdad. Doch der irakische Journalist Saidi klagt nun seinerseits - gegen die Sicherheitskräfte, die ihn nach seiner Attacke auf US-Präsident Bush misshandelt hätten.

Bagdad - Der irakische Journalist, der seine Schuhe auf US-Präsident George W. Bush warf, hat angekündigt, irakische Sicherheitskräfte wegen Körperverletzung zu verklagen. Nach seiner Festnahme hätten sie ihn geschlagen und misshandelt, warfen Anwalt und Bruder des TV-Reporters den Beamten vor.

Am 14. Dezember hatte Muntaser al-Saidi bei einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe auf den US-Präsidenten George W. Bush geschleudert und gerufen: "Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund!" Der 29-jährige Journalist wurde daraufhin festgenommen, wegen "Aggression gegen einen ausländischen Staatschef" drohen ihm gemäß irakischem Strafrecht 5 bis 15 Jahre Gefängnis.

Der Prozess werde bereits am 31. Dezember beginnen, sagte der zuständige Ermittlungsrichter Dhija al-Kenani. Die Ermittlungen seien abgeschlossen, der Fall liege nun beim irakischen Strafgerichtshof.

Ein Ermittlungsrichter hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, der Journalist sei ins Gesicht geschlagen worden. Der Bruder des Journalisten, Udai al-Saidi, erklärte, er habe Muntaser am Sonntag im Gefängnis besucht. Muntaser habe Verletzungen erlitten und zum Beispiel einen Zahn verloren. Außerdem sei er mit Zigaretten an den Ohren verbrannt worden. Udai al-Saidi wolle daher Klage einreichen.

Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki erklärte in der vergangenen Woche, in seinem Büro sei ein Entschuldigungsbrief des Journalisten eingegangen, in dem er um Gnade bitte.Udai al-Saidi erklärte dagegen, sein Bruder habe ihm gesagt, er habe den Brief gegen seinen Willen geschrieben, weil er in der Haft misshandelt worden sei.

Der Regierungschef sagte, in dem Entschuldigungsbrief habe Muntaser al-Saidi angegeben, er sei von einem bekannten Terroristen dazu bewogen worden, die Schuhe zu werfen.

cte/AFP/AP

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