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03.01.2009
 

Rüstungsdeal

Griechenland bleibt deutschen Konzernen Millionen schuldig

Als säumiger Schuldner präsentiert sich die griechische Regierung gegenüber deutschen Rüstungsfirmen. Seit Jahren warten der Werftenkonzern ThyssenKrupp Marine Systems und die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann darauf, dass Athen Schulden in dreistelliger Millionenhöhe begleicht.

Mehrere Ermahnungen, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in den vergangenen zwei Jahren dem griechischen Kollegen Kostas Karamanlis zukommen ließ, zeigten nach SPIEGEL-Informationen keine Wirkung. Zwar überwies Athen beiden Firmen gelegentlich kleinere Summen. Insgesamt steht die notorisch klamme griechische Regierung aber noch mit 570 Millionen Euro in der Kreide.

Dabei geht es um ein U-Boot, das seit zwei Jahren fertiggestellt ist, aber nicht abgenommen wird, drei weitere U-Boote, die noch im Bau sind, sowie die Modernisierung älterer Modelle und Überwasserschiffe. Bei Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat das griechische Heer 170 Kampfpanzer vom Typ Leopard-2 im Wert von 1,7 Milliarden Euro bestellt. Seit 2006 hat die Firma 126 Exemplare ausgeliefert, sitzt aber derzeit auf Außenständen von etwa 260 Millionen Euro. Dennoch will KMW einstweilen planmäßig weiterliefern.

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