Beirut/Istanbul - Die libanesische Polizei hat am Sonntag mehrere hundert Demonstranten mit Wasserwerfern und Tränengas von einer Erstürmung der US-Botschaft nahe der Hauptstadt Beirut abgehalten. Die Aktivisten wollten bei der diplomatischen Vertretung am Sonntag gegen die israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen protestieren.
Rund 250 Demonstranten versuchten, die Stacheldrahtabsperrung vor der Botschaft im Vorort Aukar zu durchbrechen, wie die Polizei mitteilte. Die Sicherheitskräfte setzten zunächst Wasserwerfer ein, dann Tränengasgranaten. Laut Polizei wurde niemand verletzt.

Libanesischer Demonstrant in Beirut: Die US-Botschaft musste von einem größeren Polizeiaufgebot geschützt werden
Israelisches Konsulat mit Eiern beworfen
In Istanbul gingen mehr als 5000 Menschen auf die Straße. Die Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen und verbrannten Puppen, die den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und US-Präsident George W. Bush darstellten.
Bei einer weiteren Demonstration ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen Aktivisten vor, die Eier gegen das israelische Konsulat warfen, wie die private Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Berichte über Verletzte oder Festnahmen gab es nicht.
In etlichen Städten von Teheran bis Damaskus haben bislang mehrere Tausend Menschen gegen die israelische Offensive demonstriert, die nach palästinensischen Angaben rund 500 Menschen das Leben gekostet hat. Mehr als 1.600 wurden verletzt.
hil/jul/AP
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