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30.000 Dollar Gebühr Mugabe bittet Journalisten zur Kasse

Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat eine neue Methode entdeckt, um ausländische Medien aus dem Land fernzuhalten: Journalisten müssen künftig 30.000 US-Dollar für eine Arbeitserlaubnis bezahlen. Immer wieder werden Berichterstatter drangsaliert oder des Landes verwiesen.

Harare - Journalisten, die aus dem afrikanischen Krisenstaat Simbabwe berichten, werden von Diktator Robert Mugabe kräftig zur Kasse gebeten. Mitarbeiter internationaler Medienhäuser wie Nachrichtenagenturen müssen für eine Jahres-Akkreditierung nun insgesamt 30.000 US-Dollar (knapp 22.000 Euro) zahlen. Das schreibt die Staatszeitung "The Herald" unter Berufung auf die Regierung. Laut der "Allgemeinen Zeitung Namibia" lag der ohnehin schon exorbitant hohe Betrag 2008 bei 20.000 US-Dollar.

Diktator Mugabe: 30.000 US-Dollar für Berichterstattung
AFP

Diktator Mugabe: 30.000 US-Dollar für Berichterstattung

Für zeitlich streng begrenzte einmalige Einsätze werden immerhin noch 1500 US-Dollar verlangt. Simbabwische Journalisten, die für ausländische Medien berichten, sind nach einer neuen Verordnung der staatlichen Medienkommission mit 4000 US-Dollar pro Jahr dabei.

Die in den vergangenen Jahren wiederholt verschärften Mediengesetze des Landes zählen weltweit zu den restriktivsten Bestimmungen. Immer wieder wurden nationale und internationale Berichterstatter drangsaliert, festgenommen oder des Landes verwiesen. Ein Mugabe-Sprecher hatte vor kurzem gedroht, die Arbeit internationaler Nachrichtenagenturen in dem Land zu verbieten, da sie den autokratischen Präsidenten nicht im Zusammenhang zitieren würden.

Journalisten, die für die in der Regel staatlich kontrollierten simbabwischen Medien arbeiten, müssen lediglich eine Million Simbabwe-Dollar zahlen - umgerechnet weniger als ein US-Dollar. Das Medien-Institut des Südlichen Afrika (Misa) hat das Parlament in Harare aufgerufen, die Rechtmäßigkeit der neuen Gebühren zu prüfen.

amz/dpa

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