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09.01.2009
 

Terrorismus

Pakistans Qaida-Chef bei US-Angriff getötet

Der Qaida-Chef von Pakistan soll getötet worden sein. Osama al-Kini und einer seiner Handlanger seien bei einem amerikanischen Raketenangriff ums Leben gekommen, melden US-Geheimdienstmitarbeiter.

Washington - Schlag gegen al-Qaida in Pakistan: Anführer Osama al-Kini und sein Vertrauter Scheich Ahmed Salim Swedan seien in der Provinz Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan gestorben, sagte ein US-Vertreter am Donnerstag.

Die Männer kamen nach Angaben der "Washington Post" am Neujahrstag bei einem Angriff einer US-Drohne ums Leben. "Wir haben jeden Grund anzunehmen, dass diese beiden Top-Terroristen tot sind", sagte ein hochrangiger US-Geheimdienstler, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Er äußerte sich allerdings nicht zu den Todesumständen.

Die "Washington Post" berichtete, dass Kini und Swedan bei einem Raketenangriff einer unbemannten Drohne des US-Geheimdienstes CIA in der Region Karikot der Unruheprovinz Süd-Waziristan getötet worden seien. Der Angriff habe einer Ausbildungsstätte der radikal-islamischen Taliban gegolten, schrieb das Blatt unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise.

Die CIA wollte die Angaben nicht bestätigen. Pakistanische Behörden hatten am Neujahrstag einen US-Raktenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan öffentlich gemacht, bei dem fünf mutmaßliche Taliban-Kämpfer ums Leben gekommen seien.

Die USA verdächtigten Kini und Swedan, in die Bombenanschläge auf US-Botschaften in Ostafrika im Jahr 1998 verwickelt gewesen zu sein. Außerdem soll Kini Hintermann des Anschlags auf das Marriott-Hotel in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewesen sein, bei dem im vergangenen September 60 Menschen ums Leben gekommen waren. Beide Männer stammen nach Angaben des US-Außenministeriums gebürtig aus Kenia.

US-Drohnen bombardieren immer wieder Ziele mutmaßlicher Taliban im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan. Das Stammesgebiet pakistanischer Paschtunen an der Grenze zu Afghanistan dient den Islamisten nach Einschätzung Washingtons als Rückzugsort. Ende November war bei einem US-Raketenangriff in Nord-Waziristan nach pakistanischen Angaben ein bedeutender britischer Terrorverdächtiger getötet worden. Raschid Rauf soll 2006 Anschläge auf Transatlantikflüge geplant haben und war 2007 aus pakistanischem Polizeigewahrsam geflohen.

als/Reuters/AFP

als/AFP/Reuters

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