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Tschetschenien Russen stoßen ins Zentrum von Grosny vor

Russische Truppen sind nach schwerem Beschuss ins Zentrum der tschetschenischen Hauptstadt vorgestoßen. Laut der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass haben die Soldaten die Stellungen der Separatisten durchbrochen und aus zwei Richtungen das Zentrum der Stadt erreicht. Damit habe die "entscheidende Phase der Befreiung Grosnys" begonnen, ließ das Verteidigungsministerium in Moskau verlauten.

Die entscheidende Phase im Kampf um Grosny hat begonnen
REUTERS

Die entscheidende Phase im Kampf um Grosny hat begonnen

Moskau - Unterstützt durch schwere Luftangriffe rückten russische Bodentruppen und moskautreue tschetschenische Milizen gegen Stellungen der Rebellen vor. Die Angriffswellen aus Richtung Staraja Sunscha und Chankala im Nordosten Grosnys drangen weit in die Stadt ein, teilte das Kaukasus-Oberkommando in der nordossetischen Stadt Mosdok mit. An zwei anderen Stellen hätten die tschetschenischen Rebellen den Angriff mit heftigem Abwehrfeuer gestoppt, meldete die Agentur Itar-Tass. Quellen auf Seiten der Rebellen bestätigten die heftigen Kämpfe im Osten von Grosny.

Durch so genannte Fluchtkorridore flohen etwa 120 Zivilisten aus der tschetschenischen Hauptstadt, teilte das russische Ministerium für Katastrophenschutz in Moskau mit. Insgesamt hätten seit Beginn der Kämpfe etwa 7700 Zivilisten die Stadt verlassen. Unbekannt ist, wie viele Menschen noch in Grosny in Kellern und Bunkern ausharren, wo es nach Fernsehberichten kein Wasser, Licht und Essen gibt.

Russische Militärs bezeichneten die neue Attacke als entscheidend. Das Oberkommando in Mosdok ging nach Angaben der Agentur Interfax davon aus, die tschetschenische Hauptstadt werde innerhalb einer Woche aus Rebellenhand befreit. Der erste russische Sturm auf Grosny Weihnachten 1999 war nach kurzer Zeit stecken geblieben. Den Tschetschenen gelang es sogar, aus dem Belagerungsring auszubrechen und einen Partisanenkrieg im russisch besetzten Hinterland zu führen.

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