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19.01.2009
 

Anschlag in Moskau

Reporterin stirbt an Schussverletzungen

Sie wollte einschreiten, als der russische Menschenrechtsanwalt Markelow in Moskau niederschossen wurde - wenig später starb auch die Journalistin Anastasja Baburowa an ihren Schussverletzungen.

Moskau - Stanislaw Markelow starb durch einen Kopfschuss, den ein Unbekannter am Montag in Moskau auf den prominenten Menschenrechtsanwalt abgefeuert hatte - und Anastasja Baburowa wollte einschreiten - sie hatte Markelow begleitet. Die für die Kreml-kritische Zeitung "Nowaja Gaseta" arbeitende Journalistin wurde dabei ebenfalls von Kugeln getroffen. Sie starb später im Krankenhaus an ihren Schussverletzungen.

Markelow hatte noch in der Vorwoche gegen die Begnadigung des russischen Offiziers und Tschetschenien-Kämpfers Juri Budanow protestiert. Budanow war nach der Tötung eines tschetschenischen Mädchens zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt und Mitte Januar vorzeitig entlassen worden.

"Nowaja Gaseta" berichtete am Montag erneut über den Fall Budanow unter Nutzung von Recherchen der Journalistin Anna Politkowskaja aus dem Jahr 2004. Die für ihre Reportagen aus Tschetschenien berühmte Politkowskaja war im Oktober 2006 vor ihrer Wohnung ermordet worden. Ihr Mörder ist weiter auf der Flucht. Der Mordfall wird derzeit vor Gericht in Moskau aufgearbeitet.

hen/dpa/AP

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