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24.01.2009
 

Ausschreitungen in Athen

Autonome werfen Molotow-Cocktails

Die griechische Hauptstadt kommt nicht zur Ruhe. Rund tausend Demonstranten zogen durch Athen - und versuchten mit Gewalt, die Freilassung von Gleichgesinnten zu erreichen, die während der Dezember-Krawalle festgenommen worden waren.

Athen/Hamburg - Im Zentrum Athens ist es am Samstag erneut zu Krawallen gekommen. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein, um rund tausend Demonstranten aus der autonomen Szene auseinanderzutreiben. Die Jugendlichen warfen Steine, Latten und Molotow-Cocktails auf die Polizei und schlugen mehrere Schaufenster ein, wie das Fernsehen berichtete.

Ausgebranntes Auto in Athen: Rund tausend Demonstranten zogen durch die Hauptstadt
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REUTERS

Ausgebranntes Auto in Athen: Rund tausend Demonstranten zogen durch die Hauptstadt

Die Autonomen forderten die Freilassung von rund 50 während der schweren Unruhen vergangenen Dezember festgenommenen Gleichgesinnten. Am Nachmittag beruhigte sich die Lage allerdings.

Nach dem Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, der durch eine Polizeikugel am 6. Dezember getötet worden war, waren in Athen und anderen griechischen Städten die schwersten Unruhen seit Jahrzehnten ausgebrochen. Die Ausschreitungen dauerten bis Weihnachten an.

Damals ließen marodierende Autonome Hunderte Autos, Geschäfte und Bankfilialen in Flammen aufgehen. Griechenland stand mehrere Tage lang am Rand des Ausnahmezustands.

Rund 50 Randalierer waren damals festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft oder sind bereits angeklagt worden.

tdo/AFP

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