Samstag, 21. November 2009

Politik



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31.01.2009
 

Michael Steele

US-Republikaner wählen erstmals Schwarzen zum Parteichef

Zum ersten Mal steht ein Schwarzer an der Spitze der US-Republikaner. Zehn Tage nach Amtsantritt des ersten schwarzen US-Präsidenten bestimmten die Mitglieder den ehemaligen Vizegouverneur von Maryland, Michael Steele, zu ihrem Parteichef - und hoffen nun auf einen Neuanfang.

Washington - Die US-Republikaner haben mit Michael Steele zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Schwarzen zum Parteichef gewählt. In der sechsten Abstimmungsrunde habe sich der frühere Vizegouverneur von Maryland gegen seinen Rivalen aus South Carolina, Katon Dawson, mit 91 zu 77 Stimmen durchgesetzt, teilten die Republikaner am Freitag mit.

Neuer Chef der US-Republikaner: Michael Steele
REUTERS

Neuer Chef der US-Republikaner: Michael Steele

Steele wird damit Nachfolger von Mike Duncan, einem engen Gefolgsmann des am 20. Januar ausgeschiedenen Präsidenten George W. Bush. Duncan hatte sich nach Ablauf seiner zweijährigen Amtszeit zunächst zur Wiederwahl gestellt, war dann aber am Freitag angesichts schwindender Unterstützung aus dem Rennen ausgestiegen.

"Wir werden diese Partei in jeden Winkel, in jede Gemeinde bringen", sagte Steele in seiner Antrittsrede.

Nach einer Serie von vernichtenden Niederlagen soll der 50-Jährige dafür sorgen, dass die Partei gegenüber den Demokraten wieder an Boden gewinnt. Deren Präsidentschaftskandidat Barack Obama wurde vor knapp zwei Wochen als erster Schwarzer im Amt vereidigt. Die Demokraten hatten mit Ron Brown im Jahr 1989 erstmals einen Schwarzen zum Vorsitzenden gewählt. Auch in den beiden Kammern des US-Kongresses sind die Republikaner in der Minderheit.

Steele gilt als glänzender Rhetoriker. Die Republikaner erhoffen sich von ihm, dass er die republikanischen Botschaften vor allem bei der schwarzen Bevölkerung und den Hispanics populärer macht. Vor seiner Wahl hatte Steele, ein früherer Schwager des ehemaligen Boxers Mike Tyson, unter anderem angekündigt, den Vorsprung der Demokraten bei der Nutzung des Internets wettzumachen.

amz/dpa/AFP/AP

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