Peking - Das Unglück passierte in den frühen Morgenstunden. Mehr als 400 Kumpel waren in den Stollen des Tunlan-Bergwerks unterwegs, als es zu der Explosion kam. 73 Tote, 113 Verletzte lautet die grausame Bilanz. Ob noch Kumpel unter Tage sind, ist unklar. In früheren Meldungen war von über 60 Verschütteten die Rede.
Das Bergwerk gehört der Unternehmensgruppe Gujiao Kokskohle und liegt rund 50 Kilometer von der Stadt Taiyuan entfernt in der Provinz Shanxi.
Die Rettungsarbeiten sind angelaufen. "Ich hätte zu den Verschütteten gehört, wenn ich nicht meine Schicht mit einem anderen getauscht hätte", sagte ein Bergmann der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.
Ein Mitglied der Rettungsteams berichtete laut Xinhua, ausgerechnet dieses Kohlebergwerk habe einen Ruf als sicherer Betrieb genossen. Es habe dort in den vergangenen zehn Jahren keinen größeren Unfall gegeben.
Nirgendwo in der Welt leben Bergarbeiter so gefährlich wie in China, wo jedes Jahr Tausende ums Leben kommen. Ursachen sind meist mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, schlechte Ausrüstung sowie Korruption und Vetternwirtschaft mit den örtlichen Aufsichtsbehörden.
ler/dpa
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