Mogadischu - Islamistische Extremisten haben am Sonntag Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Wie die AU mitteilte, kamen bei dem Angriff auf den Stützpunkt elf Soldaten aus Burundi ums Leben, 15 weitere wurden schwer verletzt. Ein Sprecher der Aufständischen der Gruppe Al Shabab in Mogadischu erklärte, der Angriff auf den AU-Stützpunkt seien "zwei Selbstmordanschläge auf Ungläubige gewesen", die jenen heftige Verluste zugefügt hätten.
Ein Sprecher der AU-Truppen sagte hingegen, auf den Stützpunkt sei aus der Ferne mit Mörsergranaten geschossen worden. Wie die AU weiter mitteilte, sei das burundische Kontingent seit dem 17. Februar unter starkem Mörserbeschuss. Erst am Freitag sei ein burundischer Soldat getötet worden.
Die USA betrachten Al Shabab als Terrororganisation. Nachdem äthiopische Truppen nach einer zweijährigen Mission abgezogen worden waren, hatten die Extremisten gedroht, ihre Angriffe auf die AU-Soldaten zu konzentrieren.
Die AU-Friedenstruppen, die seit zwei Jahren in Mogadischu stationiert sind, haben ein beschränktes Mandat, um Schlüsseleinrichtungen der Regierung zu schützen. Sie waren jedoch nicht in die Kämpfe mit islamistischen Extremisten in der Hauptstadt verwickelt, bei denen in den vergangen zwei Jahren Tausende von Zivilisten ums Leben gekommen sind. Dennoch sehen Hardliner die AU-Truppen als Besatzer.
Im Norden des Landes wurde unterdessen ein Pakistaner entführt, wie die Behörden der Provinz Bari in der halbautonomen Region Puntland erklärten. Das pakistanische Außenministerium konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen.
ore/AP/Reuters
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