Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



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01.03.2009
 

Kärnten

Haider-Partei triumphiert über Sozialdemokraten

Bei der Landtagswahl in Kärnten zeichnet sich ein deutlicher Sieg für die Partei des tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider ab. Nach ersten Hochrechnungen liegt das BZÖ bei 45,8 Prozent - rund drei Prozent mehr, als Haider selbst vor fünf Jahren geholt hatte.

Klagenfurt - Großer Sieg für die Rechtspopulisten - großes Debakel für die Sozialdemokraten: Die Partei des tödlich verunglückten Landeshauptmanns Jörg Haider hat bei der Landtagswahl im österreichischen Bundesland Kärnten ein triumphales Ergebnis eingefahren. Viereinhalb Monate nach dem Tod seines Parteigründers gewann das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) nach einer Hochrechnung des ORF-Fernsehens 45,8 Prozent. Das wären 3,4 Prozentpunkte mehr, als Haider selbst vor fünf Jahren gewonnen hatte.

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler: Triumphales Ergebnis für das BZÖ
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AP

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler: Triumphales Ergebnis für das BZÖ

Für die Sozialdemokraten (SPÖ) sagt die Hochrechnung nach Schließung der Wahllokale um 17 Uhr ein Debakel voraus. Demnach stürzt die SPÖ von Bundeskanzler Werner Faymann um knapp zehn Prozentpunkte auf etwa 28,5 Prozent ab. Deutliche Zugewinne gibt es für die konservative Volkspartei ÖVP, die auf einen Anteil von rund 15 Prozent kam.

Auch bei der gleichzeitig stattfindenden Landtagswahl in Salzburg zeichnen sich Verluste für die SPÖ ab. Die ÖVP legt dagegen zu, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldet. Nach einer ersten Hochrechnung des Sora-Instituts für das ORF-Fernsehen kommt die SPÖ hier auf 37,7 Prozent (-7,7 Prozent), die ÖVP liegt bei 36,1 Prozent (-1,8 Prozent). Die rechtsgerichtete FPÖ legt deutlich um 5,3 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent zu, während die Grünen ihr Ergebnis von 2004 mit 8,2 Prozent (plus 0,2) behaupten. Das BZÖ scheitert in Salzburg vermutlich an der Sperrklausel.

In Kärnten hatte Haider bei der Wahl im Jahr 2004 - damals noch als Führer der rechten Freiheitlichen Partei (FPÖ) - mit 42,4 Prozent die Mehrheit gewonnen. Er wurde damals mit Hilfe der ÖVP zum Landeshauptmann (Ministerpräsident) gewählt. Haider war im Oktober bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er war betrunken deutlich zu schnell gefahren. In seiner Funktion als Landeshauptmann wurde er von Gerhard Dörfler beerbt.

wal/AP/dpa

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