Washington - Die USA gehen auch nach dem Regierungswechsel im Weißen Haus von einer Bedrohung durch Iran aus. Das Land verfügt nach Ansicht des US-Militärs über genug atomares Material, um damit eine Bombe zu bauen. Dies sagte Generalstabschef Admiral Mike Mullen am Sonntag in einem Interview mit dem Sender CNN.
Auf eine entsprechende Frage erklärte Mullen: "Ganz offen gesagt: Davon gehen wir aus." Er fügte hinzu: "Wir denken seit langem, dass die Atombombe in der Hand der Iraner sich sehr negativ auf die Region und den Rest der Welt auswirken würde."
Das Atomprogramm der Islamischen Republik ist seit langem umstritten. Der Westen beschuldigt die Regierung in Teheran, mit der Nuklearforschung den Bau von Atomwaffen anzustreben. Iran wies die Anschuldigungen wiederholt zurück und erklärte, ausschließlich friedliche Zwecke zu verfolgen.
Der Uno-Sicherheitsrat hatte gegen Teheran wegen seines Atomprogramms bereits mehrmals Sanktionen verhängt. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA setzt Iran die Anreicherung von Uran entgegen den Beschlüssen des Sicherheitsrats fort. Uran in hochangereicherter Form wird zum Bau von Atombomben benötigt.
wal/AFP/Reuters
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