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03.03.2009
 

Abschwung

IWF-Chef Strauss-Kahn rügt EU-Krisenmanagement

Der Chef des Internationalen Währungsfonds ist besorgt. Der Grund: Die Zusammenarbeit in der EU im Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Dominique Strauss-Kahn findet sie mangelhaft - wie sich beim EU-Sondergipfel gezeigt habe. Für die Zukunft erwartet er kaum Besserung.

Washington - Die Kritik von Dominique Strauss-Kahn ist massiv. Auf den Punkt gebracht wirft er der EU mangelnde Teamfähigkeit, fehlendes Engagement und schlechte Ergebnisse im Kampf gegen die Wirtschaftskrise vor. Beim EU-Sondergipfel am Wochenende in Brüssel habe die Gemeinschaft "nicht ihr Bestes" gegeben, sagte Strauss-Kahn am Montag (Ortszeit) im US-Rundfunksender NPR. Den Staats- und Regierungschefs sei es so gut wie nicht gelungen, irgendeine Form von gemeinsamer Lösung zu finden.

Dominique Strauss-Kahn: Der Franzose war von 1997 bis 1999 Wirtschafts- und Finanzminister
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REUTERS

Dominique Strauss-Kahn: Der Franzose war von 1997 bis 1999 Wirtschafts- und Finanzminister

Die EU hatte bei ihrem Gipfel zur Finanzkrise einen milliardenschweren Nothilfefonds für Osteuropa abgelehnt und will die Unterstützung angeschlagener Mitglieder stattdessen im Einzelfall prüfen.

Der IWF-Chef zeigte sich zudem besorgt, dass die EU nicht die richtigen Maßnahmen bei der Neuordnung des Bankensektors ergreifen werde. Die bislang verabschiedeten Konjunkturpakete gingen zwar in Ordnung, sagte Strauss-Kahn. Bei der Suche nach einem gemeinsamen Rahmen für die Rettung taumelnder Banken schreite die Gemeinschaft aber zu langsam voran.

Die EU-Staaten wollen bei ihrem nächsten Gipfel am 19. und 20. März Regeln beschließen, nach denen die europäischen Kreditinstitute faule Kredite aus ihren Bilanzen entsorgen können.

ler/dpa/AFP

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