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Überfall auf Frachter Deutsche Marine übergibt somalische Piraten an Kenia

Die Fregatte "Rheinland-Pfalz" hat neun somalische Piraten an Kenia übergeben. Die Männer waren nach einem versuchten Angriff auf einen deutschen Frachter festgesetzt worden - jetzt kommen sie vor ein kenianisches Gericht.

Berlin - Neun somalische Piraten sind am Dienstag nach gut einer Woche an Bord der deutschen Fregatte "Rheinland-Pfalz" in Mombasa den Behörden Kenias übergeben worden. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Vormittag mit. Die Piraten waren von der Fregatten-Besatzung nach einem fehlgeschlagenen Angriff auf einen deutschen Frachter in der vergangenen Woche festgesetzt worden.

Bundesmarine vor Boot mit somalischen Piraten: Männer müssen in Kenia vor Gericht
DPA

Bundesmarine vor Boot mit somalischen Piraten: Männer müssen in Kenia vor Gericht

Die Seeräuber müssen sich entsprechend eines Abkommens zwischen der Europäischen Union (EU) und Kenia nun vor einem kenianischen Gericht verantworten. Sie würden umgehend wegen Angriffs auf ein Handelsschiff vor Gericht gestellt, sobald Übersetzer gefunden worden seien, erklärte der Befehlshaber der kenianischen Marinepolizei, Stanley Lenamai.

Die neun Piraten wirkten entspannt, als sie in dunkle Marine-Overalls gekleidet die "Rheinland-Pfalz" verließen und an Land gingen. Die förmliche Übergabe wurde von der deutschen Botschaft in Nairobi arrangiert.

Die EU beteiligt sich mit ihrer Mission "Atalanta" seit Dezember am Einsatz gegen die Piraten vor der Küste Somalias. Der afrikanische Staat soll laut Abkommen die Seeräuber übernehmen und vor Gericht stellen. Die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisieren allerdings immer wieder die Menschenrechtslage im Lande.

Die "Rheinland-Pfalz" hatte die neun Piraten am Dienstag in Gewahrsam genommen, nachdem diese den Frachter "MV Courier" der deutschen Reederei Gebrüder Winter angegriffen hatten. Danach hatten die beteiligten Ministerien in Berlin sowie die Hamburger Staatsanwaltschaft auch geprüft, ob sie in Deutschland vor Gericht gestellt werden sollten.

amz/dpa/AFP

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