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17.03.2009
 

Darfur-Konflikt

Uno-Diplomat kritisiert Haftbefehl gegen Baschir

Der Westen mische sich in Dinge ein, die er nicht verstehe: Miguel d'Escoto Brockmann, Präsident der Uno-Vollversammlung, sieht in dem Haftbefehl gegen Sudans Staatschef Omar al-Baschir einen großen Fehler. Die Lage im Krisengebiet Darfur hätte sich nur verschlimmert.

New York - D'Escoto Brockmann verurteilte den Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir als Ausdruck "westlicher Arroganz". Zur Begründung sagte er, dass eine Delegation der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga kurz vor Verhängung des Haftbefehls durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Anfang März bei den Vereinten Nationen in New York für einen Aufschub plädiert hätte.

UN-Vollversammlungs-Präsident d'Escoto Brockmann: "Der Westen ist bekannt dafür, dass er sich in Dinge einmischt, die er nicht versteht"
AFP

UN-Vollversammlungs-Präsident d'Escoto Brockmann: "Der Westen ist bekannt dafür, dass er sich in Dinge einmischt, die er nicht versteht"

Die Bitte der Afrikaner und Araber, Baschir eine letzte Chance zur friedlichen Lösung des Darfur-Konflikts zu geben, sei jedoch ungerührt vom Tisch gefegt worden, klagte d'Escoto. Statt auf die Einwände der Experten vor Ort zu hören, habe der IStGH in Den Haag wie geplant einen Haftbefehl ausgestellt. Das Ergebnis sei jetzt, dass mehrere internationale Hilfsorganisationen von Khartum ausgewiesen wurden.

"Der Westen ist bekannt dafür, dass er sich in Dinge einmischt, die er nicht versteht", kritisierte d'Escoto, ein ehemaliger Priester und langjähriger Außenminister der Sandinisten in Nicaragua, bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz der Vereinten Nationen. "Wir schießen erst und finden später heraus ob es richtig war". Mit seinem Wunsch, den Menschen im sudanesischen Krisengebiet Darfur zu helfen, habe der Westen die Lage dort nur noch verschlimmert.

Mehrere Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates wiesen die Vorwürfe des für seine linksgerichteten Ansichten bekannten Präsidenten des Uno-Plenums vor Journalisten zurück. Der französische Uno-Botschafter Jean-Maurice Ripert erklärte, "wir sind der Meinung, dass Fragen des internationalen Rechts nicht mit Politik vermengt werden sollten". Es bestehe kein Zweifel daran, dass Baschir Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begangen habe.

Sudan: Geschichte eines geschundenen Landes

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Umar al-Baschir

Darfur

Unamid

fsc/dpa

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Die neuesten Beiträge:
15.09.2009 von sitiwati: ein weise Frau

begegnete einer afrikanischen Familie, er vorneweg, mit Schild und Speer, sie mit Kind und Gerätschaften auf dem Rücken hinterher:warum hilfts du deiner Faru nicht beim Tragen ? ja, gut, und wenn dann Räuber kommen und mir Frau, [...] mehr...

13.09.2009 von billy pilgrim:

Das hat sicher damit zu tun, daß die afrikanischen Frauen heutzutage so viele (europäische) Flausen im Kopf haben: kümmer dich um Bildung, sei unabhängig, verlang was für deine Arbeit, verlaß den faulen Sack der eh nur in der [...] mehr...

12.09.2009 von billy pilgrim: and the winner is:

Falls jemand noch Infobedarf über "Afrikas Löwenkrieger" hat: http://www.dictatorofthemonth.com/Mobutu/Jul2006MobutuDE.htm "der allmächtige Krieger, der, aufgrund seiner Ausdauer und seines Siegeswillens, [...] mehr...

08.08.2009 von forumgehts?:

Also für einen Existenzberechtigungsnachweis für den IS und ähnliche Institutionen sind solche Staaten doch immer noch sehr wertvoll. Konsequenzen sind ja sowieso nur zu erwarten, wenn die Bösewichte wirklich für niemand mehr [...] mehr...

08.08.2009 von spocus:

Um Bashir ist es ja sehr ruhig geworden in letzter Zeit. Die Aussichten auf Festnahme und Auslieferung Bashirs an den ICC nach den Haag sind wohl doch nicht so gut, wie Mr. Ocampo sich das erträumt hat. Und was ist mit [...] mehr...

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