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24.03.2009
 

Krisenregion Darfur

Mitarbeiter kanadischer Hilfsorganisation im Sudan erschossen

Ausländische Organisationen wollen in Darfur helfen - und geraten dabei selbst ins Fadenkreuz. Ein sudanesischer Mitarbeiter eines Hilfswerks wurde jetzt von Unbekannten überfallen und getötet.

Khartum - In der sudanesischen Krisenregion Darfur ist ein einheimischer Mitarbeiter einer kanadischen Hilfsorganisation von Unbekannten erschossen worden. Der 39-jährige Adam Kather sei am Montagabend in seinem Haus in Kongo Haraza nahe der Grenze zum Tschad überfallen und getötet worden, teilte die Organisation Fellowship for African Relief am Dienstag mit. Kather war deren Direktor für die Region Darfur.

Bereits in den vergangenen Wochen war die Situation für ausländische Hilfsorganisationen im Sudan immer brisanter geworden. Sudans Präsident Umar al-Baschir hatte alle Hilfsorganisationen aufgefordert, das Land binnen eines Jahres zu verlassen. Vor einer Woche hatte Baschir vor Tausenden Soldaten in der Hauptstadt Khartum erklärt, binnen Jahresfrist wolle man keine ausländischen Helfer mehr im Sudan haben.

Nach Uno-Schätzungen sind mehr als eine Million Hilfsbedürftige von der Ausweisung der Helfer betroffen. Der Sudan veröffentlichte vergangene Woche eine Liste mit 19 sudanesischen Organisationen, die die Aufgaben der ausgewiesenen Hilfswerke übernehmen sollen.

Nach Bekanntwerden der Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, einen Haftbefehl gegen Baschir zu erlassen, war bereits gut ein Dutzend ausländische Hilfsorganisationen des Landes verwiesen worden. Baschir werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Krisenregion Darfur vorgeworfen.

Sudan: Geschichte eines geschundenen Landes

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Darfur-Konflikt

Umar al-Baschir

Darfur

Unamid

beb/AP

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