Washington - Irak, Afghanistan, Kampf gegen den Terrorismus: In den vergangenen acht Jahren haben die USA 685,7 Milliarden Dollar für Einsätze im In- und Ausland ausgegeben. Wie der Rechnungshof des Kongresses am Dienstag mitteilte, entfielen davon allein 533,5 Milliarden Dollar auf den Krieg im Irak. Die Einsätze in Afghanistan, am Horn von Afrika und auf den Philippinen kommen demnach zusammen auf eine Summe von 124,1 Milliarden Dollar. Die übrigen 28,1 Milliarden Dollar wurden für Maßnahmen zur Verteidigung der USA selbst ausgegeben. Damit nahm das Verteidigungsministerium rund 85 Prozent der seit 2001 vom Kongress zur Verfügung gestellten Mittel von 808 Milliarden Dollar in Anspruch.
Der Wechsel im Weißen Haus hat auch eine Änderung des Vokabulars nach sich gezogen. Die neue US-Regierung hat die Formulierung "Krieg gegen den Terror" aus ihrem Wortschatz gestrichen. Dieser vor allem von Ex-Präsident George W. Bush oft gebrauchte Begriff werde nicht mehr benutzt, sagte Außenministerin Hillary Clinton am Montag. "Ich denke, das spricht für sich." Es habe zwar keine direkte Anweisung dazu gegeben, sagte Clinton auf dem Flug zur internationalen Afghanistan-Konferenz in Den Haag. "Es wird einfach nicht mehr gesagt." Die Bush-Regierung hatte unter anderem den Einmarsch im Irak und das Gefangenenlager Guantanamo mit dem "Krieg gegen den Terror" begründet.
US-Präsident Barack Obama hat für Ende August kommenden Jahres den Abzug der US-Kampftruppen aus Irak angekündigt. Im Gegensatz dazu soll die Zahl der Soldaten in Afghanistan aufgestockt werden.
Die Briten haben ihrerseits schon mit dem Abzug der letzten von einst 45.000 Soldaten aus dem Irak begonnen. Die Briten übergeben die Kontrolle der Stadt Basra an diesem Dienstag an die US-Truppen. Fast alle rund 4100 noch im Süden des Landes stationierten Soldaten sollen bis Ende Juli abgezogen sein. Damit ist das Ende einer der umstrittensten Einsätze der britischen Streitkräfte nahe. Seit dem Beginn der Invasion im Frühjahr 2003 kamen 179 britische Soldaten im Irak ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
ffr/Reuters/AFP/dpa
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