La Paz - Kuriose Politik in Südamerika: Der bolivianische Präsident Evo Morales will den Nationalkongress zwingen, den Weg für Neuwahlen am 6. Dezember diesen Jahres frei zu machen - und ist aus diesem Grund in einen Hungerstreik getreten. Gewerkschafts- und Bauernführer sollen sich der Initiative des linksgerichteten Präsidenten angeschlossen haben.
"Angesichts der Fahrlässigkeit einer Gruppe von neoliberalen Parlamentariern sind wir gezwungen, diese Maßnahme zu ergreifen", sagte Morales.
In einem Referendum hatte die Bevölkerung Boliviens einer neuen Verfassung zugestimmt, die es Morales erlaubt, für eine weitere Amtszeit bis 2015 zu kandidieren. Vorgesehen sind darin allgemeine Neuwahlen am 6. Dezember 2009.
Das entsprechende Gesetz hatte zwar das von Morales' Partei dominierte Abgeordnetenhaus passiert, im Senat jedoch sperrt sich die rechtsgerichtete Mehrheit. Nun soll sich ein Ausschuss aus Mitgliedern beider Kammern um eine Lösung bemühen.
hut/dpa/AFP
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