Quito - Ecuadors linksgerichteter Staatschef Rafael Correa hat die Präsidentenwahl am Sonntag einer inoffiziellen Prognose zufolge klar gewonnen. Auf den 46-Jährigen entfielen nach Angaben des Umfrageinstituts Santiago Pérez 54 Prozent der Stimmen. Sollte das offizielle Ergebnis der vorgezogenen Wahl dieses Ergebnis bestätigen, hätte Correa die Wahl gleich im ersten Anlauf gewonnen.
Ecuadors Präsident Correa: Prognosen sehen ihn siegreich
Im Wahlkampf hatte Correa versprochen, die Armen des Landes vor den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu schützen. In der Vergangenheit hat es bereits freie Schulmahlzeiten, einen höheren Mindestlohn sowie Änderungen im Rentensystem gegeben. Kritiker werfen ihm dagegen vor, die demokratischen Institutionen des Landes mit Füßen zu treten. Ein Sieg Correas dürfte Beobachtern zufolge auch die Position anderer linksgerichteter Präsidenten in der Region, wie des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez, stärken.
Auf Platz zwei landete nach diesen Angaben der frühere Präsident Lucio Gutiérrez, für den 29 Prozent der zehn Millionen Wahlberechtigten gestimmt hätten, berichtete die Zeitung "El Comercio". Über Ergebnisse der ebenfalls abgehaltenen Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen wurde zunächst nichts bekannt.
fsc/dpa/Reuters
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