Istanbul - Die Explosion einer Bombe im Südosten der Türkei hat am Mittwoch neun türkische Soldaten in den Tod gerissen. Unter den Opfern sind auch zwei Offiziere, berichtete der Nachrichtensender CNN-Türk. Zunächst hatte der Sender über zehn getötete Soldaten berichtet.
Ziel des Sprengstoffanschlags war ein Vorauskommando eines Militärkonvois, sagte der türkische Generalstabschef Ilker Basbug in Ankara. Der hundert Kilogramm schwere Sprengsatz sei neben einer Straße zwischen Diyarbakir und Bingöl versteckt gewesen, hieß es weiter. Die Bombe sei per Kabel gezündet worden, als die Soldaten die Stelle in einem Fahrzeug passierten.
Nach Medienberichten wird die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für den Anschlag verantwortlich gemacht. In der Region um Diyarbakir liefert sich die türkische Armee immer wieder Kämpfe mit PKK-Rebellen.
Die PKK wird auch in der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der achtziger Jahre für eine Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete von der Türkei. In dem Konflikt wurden nach Angaben der türkischen Armee bisher mindestens 35.000 Menschen getötet.
Zuletzt war es im Herbst 2008 zu den bislang folgenschwersten Kämpfen zwischen der türkischen Armee und der PKK gekommen: Tagelang flog die Luftwaffe Vergeltungsschläge gegen Rebellen, die einen türkischen Grenzposten angegriffen hatten.
amz/dpa/AP
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