Bagdad - Schon wieder sind im Irak Schiiten Opfer eines brutalen Terroranschlages geworden. Am Mittwoch detonierten in der östlichen Vorstadt Sadr-City kurz hintereinander zwei Autobomben. Dabei kamen Polizeiangaben zufolge mindestens 41 Menschen ums Leben, 68 wurden verletzt.
Vor dem Anschlag hatte der Vorsitzende des Rates der irakischen Stämme, Scheich Ali al-Hatem, den Rücktritt von Innenminister Dschawad Bolani gefordert. Die jüngsten Terroranschläge zeigten, dass sich Bolani mehr um seine politische Karriere kümmere als um die Sicherheit der Menschen im Irak, zitierte ihn am Mittwoch die Nachrichtenagentur Buratha News. In der vergangenen Woche waren im Irak rund 150 Menschen durch Terroranschläge ums Leben gekommen, die meisten Opfer waren schiitische Pilger.
Auf dem Marktplatz der sunnitischen Enklave Al-Riyadh nahe der nordirakischen Stadt Kirkuk lieferten sich US-Soldaten am Mittwoch nach Angaben eines Militärsprechers ein Gefecht mit Extremisten. Zwei der Angreifer und zwei Zivilisten seien im Kugelhagel umgekommen, hieß es. Ein weiterer Angreifer, ein US-Soldat und ein Zivilist hätten Verletzungen erlitten.
In der nördlichen Stadt Mossul ermordeten Extremisten zwei Frauen. Eine von ihnen wurde von ihren Mördern enthauptet. Andernorts in Mossul töteten Unbekannte einen Polizisten in seinem Haus. Mossul hat sich in den vergangenen Monaten zu einer Hochburg der Terrororganisation al-Qaida entwickelt.
hen/dpa
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