Washington/Rangun - Die USA erhöhen den Druck auf das Regime in Burma. US-Außenministerin Hillary Clinton forderte jetzt die sofortige Freilassung der Oppositionspolitikerin. Sie sei "tief beunruhigt" über die Anklage der Friedensnobelpreisträgerin wegen "unbegründeter Verbrechen", sagte Clinton in Washington.
Trägerin des Friedensnobelpreises Suu Kyi: Bis zu fünf Jahren Haft
In der vergangenen Woche war ein Amerikaner festgenommen worden, der mehrere Tage im Haus der 63-Jährigen verbracht haben soll. Suu Kyi hatte in Vernehmungen ausgesagt, dass der Mann sich gegen ihren Willen Zutritt verschafft habe. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr drei bis fünf Jahre Haft.
Der Anwalt der Oppositionsführerin, Kyi Win, sagte vor Journalisten, Suu Kyi habe den Amerikaner nicht eingeladen und ihn aufgefordert, ihr Haus wieder zu verlassen. "Alle sind sehr aufgebracht über diesen jämmerlichen Amerikaner", sagte der Anwalt.
Bei dem mysteriösen Besucher im Haus von Suu Kyi handelte es sich offenbar um einen Einsiedler aus dem Mittleren Westen der USA. Zwischen riesigen Bäumen und kaputten Autos haben Journalisten das mobile Eigenheim von John Yettaw im Bundesstaat Missouri gefunden, wie der US-Sender CNN am Donnerstag berichtete. Dort soll Yettaw - fast einen Kilometer vom nächsten Nachbarn und mehr als drei Kilometer von einer Straße entfernt - gelebt haben.
Der 53-Jährige befindet sich ebenfalls in Burma in Haft. Ihm wird von der Militärjunta vorgeworfen, illegal eingereist zu sein und sich ohne Genehmigung bei der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin aufgehalten zu haben. Nach Angaben der Behörden wurde er vergangene Woche im Inya-See hinter ihrem Haus festgenommen.
beb/dpa
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