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19.05.2009
 

Uno

Bill Clinton wird Sondergesandter für Haiti

Der frühere US-Präsident Bill Clinton bekommt eine neue Aufgabe bei der Uno: Er wird Sondergesandter für Haiti. Clinton hatte sich bereits während seiner Präsidentschaft für die gebeutelte Insel eingesetzt.

Port-au-Prince - Offiziell ist es noch nicht - aber die Nachricht ist bereits durchgesickert. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon werde die Ernennung Clintons zum Sondergesandten für Haiti voraussichtlich am Dienstag bekanntgeben, sagte Clintons Sprecher Matt McKenna am Montag der Nachrichtenagentur AP.

Bill Clinton: Neue Aufgabe bei der Uno
AFP

Bill Clinton: Neue Aufgabe bei der Uno

Der frühere US-Präsident setzt sich bereits seit Jahren für den verarmten Karibikstaat ein. Clinton ist in Haiti populär, seitdem dort während seiner Präsidentschaft 1994 US-Truppen stationiert wurden, die einen Militärputsch beendeten. Die Ankunft der US-Soldaten machte den Weg frei für eine Rückkehr des gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide in sein Amt.

Aristide lebt seit 2004 im Exil in Afrika, ist aber insbesondere bei der armen Stadtbevölkerung noch sehr populär. Seit 2004 sind in Haiti Uno-Friedenstruppen stationiert.

Clinton besuchte Haiti 1995 als Präsident und noch einmal 2003. Derzeit haben die Vereinten Nationen keinen Sondergesandten für Haiti. Was Clintons künftige Aufgaben in dem Amt sein werden, ist bisher nicht bekannt.

Der "Miami Herald" berichtete, der Expräsident werde das Land voraussichtlich mindestens vier Mal pro Jahr besuchen. Clinton hatte der Zeitung gesagt, es sei eine "Ehre", die "Einladung" Ban Ki Moons für den Posten anzunehmen. Clinton und Ban waren im März nach Haiti gereist. Sie baten die internationale Gemeinschaft um Unterstützung für das verarmte Land, das immer wieder von Stürmen heimgesucht wird. Im April nahm Clinton an einer Geberkonferenz für Haiti in Washington teil, bei der Hilfen im Gesamtumfang von 324 Millionen Dollar (knapp 240 Millionen Euro) gesammelt wurden. Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Welt.

ler/AP/AFP

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