Das Berliner Kammergericht hat einen Top-Spion des Bundesnachrichtendienstes (BND) zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Kaufmann aus Hessen, mit iranischem und kanadischem Pass, hatte den BND unter dem Decknamen "Sindbad" über viele Jahre mit geheimen Informationen über das iranische Rüstungsprogramm beliefert und dafür rund eine Million Euro erhalten.
Dem Urteil des Kammergerichts ging ein Deal voraus: Um weiteres Aufsehen zu vermeiden, einigten sich die Justiz, der Angeklagte und der BND darauf, dass der Prozess ohne langwierige Hauptverhandlung stattfindet.
Im Gegenzug soll "Sindbad" Deutschland nach seiner Verurteilung verlassen; rechtlich ist es möglich, die Strafe im Ausland zu verbüßen. Bis heute sind sich BND-Experten nicht sicher, ob "Sindbad" womöglich ein Doppelagent war, der seine Informationen mit Wissen der Regierung in Teheran an die Deutschen lieferte.
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