Washington - So viel Offenheit war nicht geplant: Die US-Regierung hat versehentlich einen streng vertraulichen Report über Hunderte zivile Atomanlagen und Atomlabore sowie nukleare Programme veröffentlicht. Das berichten "New York Times" und "Washington Post".
US-Atomanlage (Three Mile Island bei Harrisburg): Brisanter report
Das Dokument beinhalte auch detaillierte Informationen über die Lagerorte von Material für Atomwaffen. Darunter seien auch präzise Landkarten. Der Bericht sei aus zunächst ungeklärten Gründen auf die Website der US-Staatsdruckerei geraten und inzwischen von dort wieder verschwunden.
Mehrere Experten sagten nach Angaben der "New York Times", die Risiken der Veröffentlichung seien minimal, da die Informationen aus dem Dokument in groben Zügen bereits bekannt waren. John M. Deutch, Professor am Massachusetts Institut of Technology sagte der Zeitung, die Veröffentlichung gehe weiter, als er gegangen wäre, aber es sehe nicht nach einer schweren Verfehlung aus.
David Albright vom privaten Institute for Science and International Security in Washington warnte allerdings, die Informationen, wo Kernbrennstoff gelagert wird, könne Dieben und Terroristen helfen, an das Material zu kommen: "Deshalb gibt man solche Daten nicht heraus."
Den 266-seitigen Bericht (siehe Link) hatte die US-Regierung für die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zusammengestellt. Er ist Teil eines Prozesses, in dem die USA sich stärker für Inspektionen ihres Atomprogramms öffnen wollen, um Staaten wie Iran ein Vorbild zu geben. Das Dokument enthält den Angaben zufolge keine militärischen Informationen über das US-Atomwaffenarsenal, über Lagerorte oder Programme zum Schutz der Waffen. Stattdessen handele es sich um eine "umfassende Auflistung" von Stätten, die mit dem zivilen US-Nuklearprogramm zu tun haben: Unter anderem Reaktoren und bislang streng vertraulich gehaltene Einrichtungen an Waffenlaboren.
Die Daten waren als "streng vertraulich" eingestuft, aber nicht als "geheim". Wie der Bericht auf die Website der Staatsdruckerei kam, blieb zunächst unklar. Dem Deckblatt zufolge wurde es vom Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlicht. Eine Sprecherin sagte der Zeitung allerdings, der Ausschuss habe den Bericht weder veröffentlicht noch habe er die Kontrolle über die Veröffentlichung gehabt. Ein Sprecher der Staatsdruckerei sagte, das Dokument sei nach den gängigen Regeln produziert worden. Man habe es nun aber von der Website genommen, um weitere Untersuchungen abzuwarten.
sac/dpa
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Das ist das Problem, immer öfter werden streng vertrauliche Gespräche in der Blöd-Zeitung veröffentlicht. Damit entzieht sich die Regierung ihrer Verantwortung und verweist auf unautorisierte Veröffentlichung. Ich halte sowas [...] mehr...
möchten wir noch gerne wissen, wo man die Dokumente finden kann. Da da ja wohl jetzt nix mehr kommt von der Seite des investigativen Journalismus ..... schauen wir hier nach: [...] mehr...
Als "Streng vertraulich" werden immer die Infos gekennzeichnet, die man gerne schnell verbreitet haben möchte . Journalisten sollten das doch eigentlich wissen! ;-) mehr...
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