Von Hasnain Kazim
Parlamentspräsident Ali Laridschani dagegen gilt als Mann der Zukunft und als potentieller Nachfolger von Präsident Ahmadinedschad. 2005 kandidierte er erstmals für das Amt und galt als Favorit der Traditionalisten, doch als Chef des staatlichen Fernsehsenders IRBIB hatte er nur konservative Stimmen zu Wort kommen lassen - die Iraner straften den Gegner der Reformpolitik des beliebten ehemaligen Präsidenten Mohammed Chatami daher ab. Laridschani erzielte nur knapp sechs Prozent der Stimmen.
Unter Rafsandschani war Laridschani - der Mathematiker und Philosoph - Kulturminister. Als Chefunterhändler des iranischen Atomprogramms vertrat Laridschani später den harten Kurs Ahmadinedschads. Jedoch legte er aus Protest gegen den Politikstil Ahmadinedschads im November 2007 sein Amt nieder und wurde im Mai 2008 zum Parlamentspräsidenten gewählt.
Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE erklärte er noch im Februar 2009, er wisse nicht, ob er zur Präsidentenwahl antrete. Wegen der Unterstützung der mächtigen Geistlichen im Land für Ahmadinedschad verzichtete Laridschani dann auf eine Kandidatur.
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