Washington - Rückschlag für die Republikaner: Senator John Ensign aus Nevada gestand, seine Frau betrogen zu haben. "Vergangenes Jahr hatte ich eine Affäre", gab der 51-Jährige am Dienstag auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz zu. "Ich habe mein Ehegelübde gebrochen. Das ist das Schlimmste, was ich jemals in meinem Leben getan habe."
Ensigns Sprecher teilte am Mittwochabend mit, der Senator habe vor seinem öffentlichen Geständnis erfahren, dass seine frühere Geliebte Doug Hampton einen Fernsehsender kontaktiert habe. Die Frau, die früher im Wahlkampfteam des Senators arbeitete, beklagte sich wiederum in einer von ihrem Anwalt verbreiteten Erklärung, dass Ensign diese "sehr persönliche Sache" öffentlich gemacht habe. Möglicherweise werde sie nun ihre Version der Geschichte erzählen.
Ensign wurde sogar schon als möglicher Präsidentschaftskandidat gehandelt. Er hatte sich stets für traditionelle Werte stark gemacht, die an der konservativ-religiösen Basis der Partei populär sind.
Der Senator informierte am Dienstag seinen Fraktionschef im Senat, Mitch McConnell, dass er vom Vorsitz des Politikausschusses zurücktrete, dem vierthöchsten Parteiamt.
Ensigns Affäre ist ein weiterer Schlag für die Republikaner: "Das lässt uns ungeheuer scheinheilig dastehen", gab Parteifreund Chuck Meth zu, da sich die Republikaner als Vertreter von Familienwerten zu profilieren suchten.
als/AP
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