Islambad - Den Berichten zufolge hat das US-Militär Extremisten in Süd-Waziristan unter Beschuss genommen. Ein unbemanntes Kampfflugzeug habe sie ins Visier genommen, als sie nach einer Beerdigung zusammengekommen seien, hieß es am Dienstag aus Geheimdienstkreisen. Demnach gab es 45 Opfer.
Die US-Streitkräfte nehmen zu den Raketenangriffen in Pakistan nicht im Einzelnen Stellung, räumen aber ein, in der Vergangenheit Drohnen eingesetzt zu haben.
Unterdessen ist ein pakistanischer Taliban-Führer offenbar einem Machtkampf in den eigenen Reihen zum Opfer gefallen. Qari Zainuddin wurde am Dienstag nach dem Morgengebet erschossen, wie ein Arzt in der Stadt Dera Ismail Khan mitteilte. Ein Berater Zainuddins sagte, der Täter sei ein Wachmann, der so in die Gruppe eingedrungen sei. Er beschuldigte den pakistanischen Taliban-Führer Baitullah Mehsud, für den Mordanschlag verantwortlich zu sein.
Zainuddin hatte Mehsud kürzlich wegen Anschlägen kritisiert, bei denen es auch Tote in der Zivilbevölkerung gab. "Der Islam steht für Frieden, nicht für Terrorismus", sagte Zainuddin Anfang dieses Monats.
Die Gegend im Grenzgebiet zu Afghanistan ist eine Hochburg Mehsuds, der unter anderem für das Attentat auf Pakistans Oppositionsführerin Benazir Bhutto im Dezember 2007 verantwortlich gemacht wird.
In Süd-Waziristan geht das Militär seit Tagen massiv gegen die Bewegung Tehrik-e-Taliban Mehsuds vor. Erst am Montag hatten Luftangriffe in der Grenzregion 21 Menschenleben gefordert. Mehsud soll enge Verbindungen zu Taliban-Gruppen und al-Qaida-Terroristen haben, die im Nachbarland Afghanistan aktiv sind und die Stammesregion als Rückzugsraum nutzen. Auch die US-Armee hat in den vergangenen Monaten Dutzende Luftschläge gegen Extremisten-Verstecke in Pakistan geführt.
ler/Reuters/AP/dpa
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