Sonntag, 22. November 2009

Politik



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30.06.2009
 

Ahmadinedschad feiert

"Alle Pläne der Feinde sind gescheitert"

Die Welt bleibt skeptisch, doch Mahmud Ahmadinedschad gibt sich siegessicher: Nach der Bestätigung durch den Wächterrat feiert Irans Präsident seinen Wahlsieg. Er wirft dem Westen vor, eine "samtene Revolution" in Teheran angezettelt zu haben - und droht erneut der Großmacht USA.

Teheran - Einen Tag nach der Bestätigung des Wahlergebnisses durch den Wächterrat hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad scharfe Töne angeschlagen: Er warf dem Westen vor, eine "samtene Revolution" im Iran angezettelt zu haben, um ihn zu stürzen. "Alle Pläne der Feinde für einen Umsturz sind letztendlich gescheitert", so Ahmadinedschad.

Irans Präsident Ahmadinedschad: "Alle Kapazitäten nutzen"
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dpa

Irans Präsident Ahmadinedschad: "Alle Kapazitäten nutzen"

De facto sei die Präsidentschaftswahl ein Referendum für die Führung des Landes gewesen, sagte der erzkonservative Politiker in seiner ersten Rede nach dem Spruch des Wächterrats. Dieser hatte das im In- und Ausland angezweifelte Wahlergebnis vom 12. Juni am Montagabend bekräftigt.

Bei einem Besuch im Geheimdienstministerium soll Ahmadinedschad laut der Nachrichtenagentur Irna zwar eine "Interaktion mit dem Rest der Welt" angekündigt haben. Doch in diesem Zusammenhang werde Iran alle "Kapazitäten nutzen, um die Dominanz der Weltmacht zu zerstören", sagte er in Anspielung auf die USA und den Westen. Die Vorherrschaft der Großmächte im wissenschaftlichen und militärischen Bereich müsse ein Ende haben, so Ahmadinedschad.

Die von Hossein Mussawi angeführte Opposition erkannte die Wiederwahl Ahmadinedschads bis zuletzt nicht an. Sie wirft der Führung Wahlbetrug vor und fordert Neuwahlen. Auf den Wächterratsspruch reagierte sie zunächst mit Schweigen. Auf den Straßen Teherans war ein massives Aufgebot von Polizei und Sicherheitskräften aufgezogen. In der Nacht und am Dienstag blieb es nach Augenzeugenberichten ruhig.

Über das Schicksal der in den vergangenen Wochen festgenommenen mehreren hundert Demonstranten gab es keine neuen Informationen. Bei den Unruhen seit dem 12. Juni waren nach offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen.

hut/dpa/AFP

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