Teheran - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird nicht zum Treffen der Afrikanischen Union (AU) in die libysche Küstenstadt Sirte reisen. Die iranische Präsidentschaft teilte am Mittwoch mit, Ahmadinedschad werde doch nicht an dem Treffen in Sirte teilnehmen.
Der dreitägige Gipfel soll am Mittwoch eröffnet werden. Ursprünglich hatte Ahmadinedschad bei dem Treffen in Sirte eine Rede halten sollen.
Gründe für den Rückzieher nannte Teheran nicht. Der Gastgeber des Gipfels, Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi, hatte mit seiner eigenmächtigen Einladung Ahmadinedschads für Unmut bei afrikanischen Delegationen und europäischen Beobachtern gesorgt.
Der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Iran, bei der Ahmadinedschad am 12. Juni unter zweifelhaften Umständen wiedergewählt wurde, wird von der internationalen Gemeinschaft heftig kritisiert.
Unterdessen gehen iranische Behörden weiter gegen die Opposition vor. Am Mittwoch wurde die Tageszeitung "Etemad Melli" geschlossen, die dem unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karrubi gehört. Das gab die Zeitung auf ihrer Web-Seite bekannt. Karrubi hatte ebenso wie der stärkste Oppositionskandidat Hussein Mussawi das offizielle Wahlergebnis angezweifelt, wonach Ahmadinedschad haushoch vor seinen Mitbewerbern gesiegt hat.
anr/AFP/AP
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