Kabul - Seit Dienstag wurde der US-Soldat vermisst, nun haben sich die Taliban zu der Entführung bekannt: Ein Kommandeur der als besonders fundamentalistisch bekannten Hakkani-Gruppe sagte, seine Leute hätten den Mann in ihrer Gewalt. US-Militärsprecherin Elizabeth Mathias hatte zuvor in Kabul mitgeteilt, es würden alle Mittel eingesetzt, um den Soldaten zu finden und ihn sicher wieder zurückzubringen.
Weitere Einzelheiten wie den Ort der Entführung nannten die Streitkräfte zunächst nicht, um das Leben des Mannes zu schonen. Ein örtlicher Taliban-Kommandeur sagte, neben dem amerikanischen Soldaten hätten die Aufständischen drei afghanische Soldaten gefangen genommen.
Der Soldat war nicht an der Großoffensive in der südlichen Provinz Helmand beteiligt, die das US-Militär in der Nacht zum Donnerstag begonnen hatte. 4000 US-Marineinfanteristen sollen dabei gegen die Taliban vorgehen. Das Ziel: Die Vertreibung der Extremisten aus der Region. Unterstützt werden die Marineinfanteristen nach Angaben des US-Militärs von 650 afghanischen Soldaten. In der vergangenen Nacht rückten die Soldaten aus.
Sie sollen eine Reihe von Stützpunkten errichten und in Helmand bleiben, berichtete der US-Sender NBC. Die Sicherheitslage in der Provinz solle langfristig verbessert werden, damit die Bevölkerung eine legitime Regierung einsetzen könne, sagte ein Militärvertreter dem Sender.
cte/AFP/AP/dpa
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