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09.07.2009
 

Atomstreit

G-8-Staaten setzen Iran eine Frist

Ein bisschen klingt es nach Drohung, was Nicolas Sarkozy nach dem ersten Gipfeltag ankündigte: Im Atomstreit mit Iran setzen die G-8-Staaten auf eine diplomatische Lösung - noch bis September. Dann "werden wir Entscheidungen treffen müssen".

L'Aquila - Die G-8-Staaten haben Iran im Streit um dessen Atomprogramm eine Frist bis Ende September gesetzt. Bis zum G-20-Treffen in Pittsburgh seien Mitglieder der Gruppe bereit, Verhandlungen eine Chance zu geben, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Mittwoch nach Gesprächen mit seinen G-8-Kollegen im italienischen L'Aquila. "Wenn es bis dahin keine Fortschritte gibt, werden wir Entscheidungen treffen müssen."

Frankreichs Präsident Sarkozy: Gibt Verhandlungen mit Iran eine Chance - noch drei Monate lang
REUTERS

Frankreichs Präsident Sarkozy: Gibt Verhandlungen mit Iran eine Chance - noch drei Monate lang

Zugleich teilten die sieben führenden Industriestaaten und Russland gemeinsam mit, sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts einsetzen zu wollen. Der Westen wirft Iran vor, unter dem Deckmantel eines Programms zur Energiegewinnung heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Iran weist das zurück.

Die G-20-Gruppe, die auch die wichtigsten Schwellenländer umfasst, will sich am 24. und 24. September in Pittsburgh treffen.

Auch über die umstrittene Präsidentschaftswahl in Iran sprachen die Staats- und Regierungschefs - und einigten sich darauf, die Gewalt nach der Wahl zu verurteilen. In einer Erklärung zeigten sie sich "ernsthaft besorgt" über die Lage in dem Land, wie Sarkozy sagte. Die Erklärung zeige die Geschlossenheit der G8 in der Iran-Politik.

In dem Papier verurteilte die G8 auch die Einschränkungen der Pressefreiheit in Iran sowie die Erklärungen von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zum Holocaust.

otr/Reuters/dpa/AP

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