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12.07.2009
 

Foltervorwürfe

US-Justizminister erwägt Ermittlungen gegen CIA

Die CIA steht wegen ihrer geheimen Anti-Terror-Programme einmal mehr in der Kritik: Angesichts neuer Details über Folterpraktiken denkt US-Justizminister Eric Holder über einen Sonderstaatsanwalt nach - gegen dessen Einsatz aber hat das Weiße Haus Vorbehalte.

Washington - Noch ist nichts entschieden, aber es geht um Grundsätzliches: US-Justizminister Eric Holder prüft, ob er einen Sonderstaatsanwalt einsetzen soll, um neue Foltervorwürfe gegen die CIA zu überprüfen. Dieser solle möglicherweise der Frage nachgehen, ob Geheimdienstmitarbeiter nach dem 11. September 2001 Terrorverdächtige gefoltert hätten, berichtete die "Washington Post" am Samstag unter Berufung auf drei anonyme Quellen aus Holders Umfeld.

Häftlinge in Guantanamo: Einige Vorgehensweisen können als Folter gewertet werdenZur Großansicht
DDP

Häftlinge in Guantanamo: Einige Vorgehensweisen können als Folter gewertet werden

Der Grund für die Überlegung: Holder habe vor kurzem neue Informationen über die Misshandlungen von Häftlingen geprüft, berichtete die Zeitung weiter. Dazu gehöre auch ein geheimer Bericht über einige Vorgehensweisen der CIA, die als Folter gewertet werden könnten. Konkret geht es um simuliertes Ertrinken, das sogenannte Waterboarding, sowie Schlafentzug und das Einsperren von Verdächtigen in kleine dunkle Räume.

Ein solcher Schritt könne allerdings zu einem Konflikt mit Vertretern der US-Regierung führen, die dieses heikle Kapitel lieber abschließen wollten. Hochrangige Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama äußerten dem Bericht zufolge die Befürchtung, eine Untersuchung von Foltervergehen der CIA könne die Regierung wichtige Stimmen im Kongress für ihre Gesetzesvorhaben kosten. Forderungen von Demokraten im Kongress nach einer Wahrheits- und Versöhnungskommission zu dem Thema konnte das Weiße Haus bislang abwehren.

Holder will laut "Washington Post" seine Entscheidung fällen, wenn sein Ministerium in einigen Wochen einen Bericht über Juristen der Vorgängerregierung von George W. Bush vorlegt, die sich für harte Verhörmethoden ausgesprochen hatten.

Kritik an "beispiellosem" Überwachungsprogramm

Gleichzeitig gerät die ehemalige US-Regierung wegen weiterer Anti-Terror-Maßnahmen unter Druck. Am Freitag war ein Untersuchungsbericht bekanntgeworden, der das umfassende Überwachungsprogramm der CIA nach dem 11. September als "beispiellos" kritisiert. Damals wurden in großem Umfang Telefon- und Internet-Leitungen überwacht, um mögliche Attentäter aufzuspüren.

Ex-Präsident Bush hatte bereits 2005 bestätigt, dass es ein solches Programm gegeben hat - allerdings war es wohl weitreichender als bisher angenommen. Außerdem soll der damalige Vizepräsident Dick Cheney angeordnet haben, den Kongress nicht zu informieren. Der ehemalige CIA-Chef Michael Hayden wies diesen Vorwurf allerdings zurück: Die Spitzen des Kongresses seien informiert worden. "Ein Punkt, den ich in jedem Briefing klargemacht habe, war das Ausmaß des Programms", sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Umstrittene Entscheidung für Straffreiheit

US-Präsident Obama hatte bereits im April geheime Memos der CIA veröffentlichen lassen. Auch darin ging es um die Zulassung umstrittener Verhörtechniken gegen Terrorverdächtige nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Die Memos dokumentieren den Einsatz von Schlafentzug, schmerzhaften Körperhaltungen, Entblößung sowie Schlägen ins Gesicht und in den Unterleib. Aufgeführt wird auch die Technik des Waterboarding, bei dem der Verhörte zu ertrinken glaubt. Menschenrechtsorganisationen stufen derartige Verhörmethoden als Folter ein.

In einer umstrittenen Entscheidung sicherte Obama CIA-Mitarbeitern Straffreiheit für mögliche Rechtsverstöße bei Verhören zu. Die Frage, inwieweit die politisch Verantwortlichen der Bush-Regierung rechtlich belangt werden könnten, ist bislang noch offen.

Hintergründe zu Guantanamo

Lager

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 rief US-Präsident George W. Bush den Krieg gegen den Terror aus. Für Terrorverdächtige richtete seine Regierung auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay im Süden Kubas ein Gefangenenlager ein. Seit Anfang 2002 werden dort vor allem mutmaßliche Taliban- und Qaida -Mitglieder festgehalten, denen die Rechte als Kriegsgefangene verwehrt blieben. Durch Berichte über Misshandlungen, Erniedrigungen und Folter von Häftlingen wurde Guantanamo zum Synonym für die willkürliche und unmenschliche Behandlung von Gefangenen.

Status

Kritik

Häftlinge

Bauten

Verhörmethoden

Schließung

Umgang mit den verbliebenen Häftlingen

Aufnahme von Häftlingen durch Drittstaaten

sam/AFP/AP

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04.09.2009 von Montanabear:

Na, das wird alles bald besser werden : http://www.ed.gov/teachers/how/lessons/prek-6.pdf mehr...

04.09.2009 von Gandhi: Freut mich, dass sie das erkannt haben

Und, da die Soeldner auch nicht aufscheinen, gehoeren sie zur den Bewaffneten, zu der gleichen Gruppe wie die Taliban. Ich lehne keine Lehrer ab, habe mehrere in meine unmittelbaren Familie, habe mir auch schon als Student [...] mehr...

04.09.2009 von Montanabear: Guantanamo - entzaubert die Folter Diskussion Präsident Obama ?

Häh? In "meiner" Genfer Konvention gibt es keine Contractors ? Was wollen Sie eigentlich sagen ? Wann immer sie mich versuchen anzugreifen, laufen Ihnen die Gedanken durcheinander. Weder in "meiner" noch in [...] mehr...

03.09.2009 von sitiwati: Lichtgestalt Obama

nr 1: Schliessung aller dieser Camps, alle Insassen dem normalen Strafvollzug unterwerfen Nr 2: sofortieger Ab/Rückzug aller US Truppen aus dem Irak und AFG ! mehr...

03.09.2009 von Montanabear: Guantanamo - entzaubert die Folter Diskussion Präsident Obama ?

Zum weiteren Studium : http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=12041 Es ist nicht alles Gold, was glänzt. mehr...

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