Melbourne - Der Einsatz begann am frühen Dienstagmorgen: Rund 400 Polizeibeamte durchsuchten 20 Wohnungen in der australischen Metropole Melbourne - und nahmen bei der Razzia vier Terrorverdächtige fest. Das teilte die Polizei des Staates Victoria am Dienstag mit.
Die Männer sind 22 bis 26 Jahre alt und Australier. Bei den Verdächtigen soll es sich um islamische Extremisten handeln, die den Ermittlern zufolge Verbindungen zur militanten Gruppe al-Shabaab in Somalia unterhalten haben. Alle sollten noch am Dienstag dem Richter vorgeführt werden.
Mitglieder der Gruppe waren demnach zuletzt dabei beobachtet worden, wie sie Militärstützpunkte ausgespäht hatten. Die Männer hätten sich darauf vorbereitet, einen Selbstmordanschlag auf eine Militärbasis bei Sydney mit automatischen Waffen zu begehen. Sie hätten so viele Menschen wie möglich in dem Stützpunkt töten wollen, die Planung sei bereits in einem fortgeschrittenen Stadium gewesen. "Das Ziel der Männer war, in die Kaserne zu gehen und möglichst viele Soldaten zu töten, bis sie selbst getötet werden." Es hätte der schlimmste Anschlag in der Geschichte des Landes werden können.
Die Männer wurden sieben Monate lang beobachtet. Premierminister Kevin Rudd sagte, die Festnahmen zeigten, dass die Gefahr durch den Terrorismus immer noch hoch sei. Australien ist als wichtiger Verbündeter der USA im Anti-Terror- und Irak-Krieg im Visier islamistischer Terroristen. Den Ermittlern zufolge wollten die jetzt gefassten Verdächtigen Australien für seinen Einsatz an der Seite der US-Truppen bestrafen.
hut/dpa/AP/Reuters
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