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12.08.2009
 

Mega-Projekt

Obama kämpft für seine Gesundheitsreform

Der Kongress mauert, radikale Gegner vergleichen ihn mit den Nazis - jetzt geht Barack Obama in die Offensive und kämpft für sein Großprojekt Gesundheitsreform. Bei einem Auftritt in Neuengland attackierte er seine Kritiker - darunter Sarah Palin, die ihm die Planung eines "Todesgremiums" vorwirft.

Portsmouth/Washington - "Panikmache", "Privatinteressen": Mit deutlichen Worten hat US-Präsident Barack Obama die Kritik an seiner geplanten Gesundheitsreform zurückgewiesen. Bei einer Diskussionsveranstaltung in Portsmouth, New Hampshire, rief er das Publikum dazu auf, nicht auf diejenigen zu hören, "die dem amerikanischen Volk Angst machen und es in die Irre führen".

Obama in Portsmouth: Gegenangriff auf Palins ReformkritikZur Großansicht
REUTERS

Obama in Portsmouth: Gegenangriff auf Palins Reformkritik

Ausdrücklich warnte er dafür, die lange überfällige Reform zu dämonisieren. Extreme Kritiker versuchten, "einen schwarzen Mann zu konstruieren, den es in Wahrheit nicht gibt". In einer Demokratie müsse man in Ruhe miteinander reden können.

Obama wandte sich damit offensichtlich gegen das Argument der ehemaligen republikanischen US-Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin. Sie hatte jüngst behauptet, der Präsident wolle ein staatliches "Todesgremium" schaffen. Dieses Gremium solle darüber entscheiden, wer es wert sei, in den Genuss von Gesundheitsfürsorge zu kommen. "Ein solches System ist geradezu böse", hatte Palin behauptet.

Obama betonte weiter, die Reform wolle den Menschen auch nicht vorschreiben, zu welchem Arzt sie gehen müssen. Mit Blick auf Versicherungen und Pharmaindustrie warf er "speziellen Privatinteressen" vor, eine Reform verhindern zu wollen. "Jedes Mal, wenn wir nahe dran sind, eine Gesundheitsreform durchzusetzen, schlagen die speziellen Privatinteressen zurück."

Im Unterschied zu anderen Industriestaaten haben die USA keine allgemeine Krankenversicherung; die meisten Amerikaner sind über ihre Arbeitgeber versichert. Viele Selbständige und Arbeitslose sind jedoch gar nicht versichert. Obama will dies ändern. Die oppositionellen Republikaner kritisieren seine Pläne als staatliche Einmischung, sie seien außerdem zu teuer.

Obama warf seinen Gegenspielern Angstmacherei vor und sagte: "Was wirklich Angst macht, ist eine Situation, in der nichts gemacht wird." Die Reform könne finanziert werden, ohne das hohe Haushaltsdefizit weiter zu vergrößern.

ore/AP/dpa

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Die neuesten Beiträge:
04.12.2009 von Gandhi: GOP aergert sich gruen

Denn trotz aller Polemik ist es die Angstmachern nicht gelungen, eine Mehrheit des Volkes davon zu ueberzeugen, dass Obamas Gesundheitsreform eine schlechte Sache ist. Nach wie vor unterstuetzt eine Mehrheit die [...] mehr...

01.12.2009 von Gandhi: Die Cons wollten doch Offenlegung

Bevor im Senat darueber abgestimmt wurde, ob nun endlich ueber die Gesundheitsreform diskutiert werden darf, verlangten die Vertreter der GOP, dass nicht nur sie sondern alle Buerger das stolze Werk lesen duerfen sollten. Vorher [...] mehr...

29.11.2009 von Montanabear: Kann Obamas Gesundheitsreform noch gelingen ?

Sie haben recht : das sollten sie. Und allen voran Obama selbst. Aber das werden sie nicht tun, denn erstens ist ihre Versicherung erprobt und sie brauchen ihre Aerzte nicht zu wechseln und zweitens ist sie so schön billig, [...] mehr...

24.11.2009 von Gandhi: Frage

Ich habe zwar viele GOP-Senatoren gezaehlt, die sich darueber empoert haben, dass die Gesundheitsreform ein weiterer Schritt Richtung Sozialismus sei. Ich habe aber von keinem GOP-Senator gehoert, der aus Solidaritaet mit [...] mehr...

24.11.2009 von Willie:

Irgendwo aufgeschnappt und lesenswert gefunden: "...With all of the comparisons to Hitler and the Nazis, young people are beginning to think that the allied powers defeated Nazi Germany because Germany had too much [...] mehr...

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