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12.08.2009
 

Überfall in Kunduz

Taliban töten Polizisten in Nordafghanistan

Aus Kabul berichtet Matthias Gebauer

Heftiges Feuergefecht im Bundeswehrstandort Kunduz: In der Nacht haben Taliban eine Polizeiwache nordöstlich des deutschen Camps attackiert und mindestens zwei Polizisten getötet, darunter den Chef der Station. Vor den Wahlen in Afghanistan nehmen die Angriffe deutlich zu.

Nach Angaben der Polizei in Kunduz attackierten mehrere Angreifer gegen Mitternacht einen Posten der afghanischen Sicherheitskräfte in Dascht-e-Archi, der rund 35 Kilometer nordöstlich der Stadt Kunduz liegt.

Bundeswehrsoldaten in Kunduz: Attacken der Taliban nehmen zu (Archivbild)Zur Großansicht
REUTERS

Bundeswehrsoldaten in Kunduz: Attacken der Taliban nehmen zu (Archivbild)

Der Polizeichef von Kunduz sprach von einem halbstündigen Gefecht mit den Taliban, bei dem zwei Polizisten, darunter der Chef des Postens, getötet worden seien. Drei weitere Beamte wurden demnach verletzt. Der Distriktchef von Archi sprach sogar von drei getöteten Polizisten.

Die Attacke macht die zunehmende Gewalt in der Provinz Kunduz deutlich, wo die Bundeswehr ein Feldlager mit rund 700 Soldaten betreibt. Der Sicherheitschef der Provinz sagte, der getötete Polizeichef von Archi sei der Bruder des Gouverneurs von Kunduz, Mohammed Omar.

Der Polizeichef in Kunduz sprach am frühen Morgen von einem heftigen Feuergefecht mit den Angreifern, bei dem auch mehrere Taliban getötet worden seien. In den letzten Wochen war die Polizei in der Region immer wieder angegriffen worden. Das Gebiet nordwestliche der Provinzhauptstadt gilt seit längerem als Rückzugsort der Taliban, die dort mit ihren Kämpfern recht ungestört agieren können.

Erst am vergangenen Sonntag entging eine Wagenkolonne des afghanischen Geheimdienstes NDS in der gleichen Gegend nur knapp einer Bombenattacke. Erst als mehrere Fahrzeuge eine Brücke passiert hatten, explodierte der offenbar ferngezündete Sprengsatz. Ein weiterer Sprengsatz wurde rechtzeitig entdeckt und konnte entschärft werden.

Vor der Präsidentenwahl in Afghanistan am 20. August hat in Kunduz wie in anderen Teilen des Landes die Gewalt gegen ausländische Truppen und lokale Sicherheitskräfte zugenommen.

Bundeswehr ist Ziel von Angriffen

Am Montagmorgen hatte sich ein Selbstmordattentäter hinter einem Konvoi von belgischen Soldaten, die in Kunduz die afghanische Armee trainieren, in die Luft gesprengt. Da es dem Fahrer nicht gelungen war, sich in den Konvoi zu drängen, tötete die Explosion nur ihn selbst.

Auch die Bundeswehr wurde in den vergangenen Tagen mehrmals angegriffen. Meist wurden Patrouillen beschossen, die Angreifer konnten jedoch recht schnell vertreiben werden.

In den Tagen vor dem Urnengang rechnen die afghanischen Behörden und auch die Bundeswehr mit weiteren Attacken. Die Wahlkommission hat wegen der Sicherheitslage die Zahl der geplanten 216 Wahlstationen verringert.

Am Standort von mindestens 22 Wahlstationen, so die Organisatoren der Wahl, seien die Drohungen der Taliban so deutlich, dass die Aufstellung von Wahlurnen nicht zu verantworten sei. Die afghanischen Behörden wollen die Wahl nach eigenen Angaben mit fast 2500 Soldaten, Polizisten und Beamten des NDS sichern.

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Die neuesten Beiträge:
07.09.2009 von heinzelmann200:

Keineswegs, sie ist trivial beweisbar. Muß ich Ihnen da wirklich auf die Sprünge helfen? Suchen Sie sich eines der unzähligen tagtäglichen Beispiele aus (aktuell, historisch, wie sie wollen). mehr...

07.09.2009 von medienquadrat:

TATP. Und der Aldi in Kabul heißt Ali, weil die Taliban kein "d" aussprechen. mehr...

07.09.2009 von seine_unermesslichkeit:

Das halte ich für ausgeschlossen, da Spiegelfechters Offerten hier stets in feinstem Kommunistenrot erscheinen! mehr...

07.09.2009 von Michael Schnarch:

Also in der Gegend um Kunduz gibt es keinen Krieg? Interessant! mehr...

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